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Frühestens 2019 : Trump muss auf seine Militärparade warten

  • Aktualisiert am

Donald Trump beim Besuch eines Militärstützpunkts im Bundesstaat New York vergangene Woche. Bild: Reuters

Eine Militärparade mitten in der Hauptstadt wollte Trump, wie er es in Paris gesehen hatte. Das Pentagon macht seinen Plänen nun einen Strich durch die Rechnung – zumindest für dieses Jahr. Das liegt wohl auch am Geld.

          Amerikas Präsident Donald Trump muss sich mit der von ihm sehnlich gewünschten Militärparade in Washington wohl noch gedulden: Das Verteidigungsministerium gab am Donnerstag bekannt, es sei mit dem Weißen Haus vereinbart worden, dass die Parade nicht mehr wie eigentlich vorgesehen in diesem Jahr stattfinden soll.

          „Wir haben zunächst den 10. November für dieses Ereignis angepeilt, uns jetzt aber darauf verständigt, Möglichkeiten im Jahr 2019 zu erörtern“, teilte ein Pentagon-Sprecher mit. Die Parade sollte Militärveteranen ehren und an den 100. Jahrestags des Endes des Ersten Weltkriegs erinnern. Der 10. November liegt unmittelbar vor dem „Veterans Day“ am 11. November, der in den Vereinigten Staaten als Feiertag zu Ehren der Kriegsveteranen begangen wird.

          Begeistert in Paris

          Donald Trump hatte die Idee einer Militärparade in Washington aufgebracht, nachdem er von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zur traditionellen Parade auf den Champs Elysees in Paris eingeladen worden und vollends begeistert war. Im September 2017 sagte er mit Blick auf den amerikanischen Nationalfeiertag, man könnte „so etwas am 4. Juli in Washington auf der Pennsylvania Avenue machen“. Allerdings stieß die Idee auf wenig Gegenliebe – und auf Sachzwänge. So sind die Straßen in Washington nicht für das Befahren mit Kettenfahrzeugen ausgelegt.

          Auch die Kosten für das Event stießen auf Kritik. Das Weiße Haus hatte die Kosten auf einen Korridor zwischen zehn und 30 Millionen Dollar taxiert. Zuletzt war aber auch eine Kostenschätzung in Höhe von 92 Millionen Dollar aufgetaucht.

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