https://www.faz.net/-gpf-928nc

Trump-Kommentar : Krieg unter Republikanern

In der amerikanischen Politik herrscht ein Klima des hasserfüllten Gegeneinanders, auch unter den Republikanern. Das zeigte zuletzt die Senatsvorwahl in Alabama – wo der von Trump unterstützte Kandidat verlor.

          Donald Trump kann vieles und viele nicht leiden, und er drückt sein Missfallen gern drastisch aus – protestierende schwarze Footballspieler hat er gerade „Hurensöhne“ genannt. Was an dem Egomanen aber am meisten nagt, sind Niederlagen.

          Das Scheitern eines von ihm protegierten Senatskandidaten im fundamentalistisch-republikanischen Alabama gegen einen rassistischen, islamfeindlichen, religiös eifernden und Waffen schwingenden Vertreter der ganz harten Rechten, die kein gutes Haar am eigenen Partei-Establishment und an Washington insgesamt lässt, und denen Trump seinen Wahlsieg verdankt, hat ihn so gewurmt, dass er seine sämtlichen Unterstützer-Tweets sofort gelöscht hat.

          Dass der von ihm gefeuerte rechtsradikale Einpeitscher Bannon sich für den Sieger der Vorwahl voll eingesetzt hat, muss Trump besonders wurmen. Regieren ist in dem Klima hasserfüllten Gegeneinanders unmöglich.

          Dass sich das bald ändert, ist unwahrscheinlich, nicht zuletzt, weil nicht nur Republikaner und Demokraten unversöhnlich sind, sondern auch weil im republikanischen Lager ein Krieg tobt.

          Richard Wagner

          Verantwortlich für politische Nachrichten.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Die Rückkehr der Stammesmentalität

          FAZ Plus Artikel: Populisten auf dem Vormarsch : Die Rückkehr der Stammesmentalität

          Der Aufstieg populistischer Parteien ist eine Reaktion auf ein breites Spektrum rascher kultureller Veränderungen, die die Grundwerte und Sitten der westlichen Gesellschaften aushöhlen. Dabei ist die Identitätspolitik das entscheidende Element ihrer Renaissance. Ein Gastbeitrag.

          Kurz will FPÖ-Innenminister Kickl loswerden

          Skandal um Ibiza-Video : Kurz will FPÖ-Innenminister Kickl loswerden

          Das Ende der Koalition von ÖVP und FPÖ in Österreich reißt tiefe Gräben zwischen den Parteien auf. Kanzler Kurz verurteilt die „offenen Angebote der Korruption“ Straches und rechnet mit strafrechtlichen Konsequenzen. Nun soll auch Innenminister Kickl gehen.

          Topmeldungen

          Skandal um Ibiza-Video : Kurz will FPÖ-Innenminister Kickl loswerden

          Das Ende der Koalition von ÖVP und FPÖ in Österreich reißt tiefe Gräben zwischen den Parteien auf. Kanzler Kurz verurteilt die „offenen Angebote der Korruption“ Straches und rechnet mit strafrechtlichen Konsequenzen. Nun soll auch Innenminister Kickl gehen.

          Bei Twitter : Trump droht Iran

          „Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein“, twitterte Trump am Sonntag. Nur wenige Stunden vor dem Tweet war im Regierungs- und Diplomatenviertel der irakischen Hauptstadt Bagdad eine Rakete eingeschlagen.
          Unser Sprinter-Autor: Timo Steppat

          FAZ.NET-Sprinter : Wer hat die Falle gestellt?

          Das eine politische Beben hat Österreich schon erreicht, nun könnte ein nächstes folgen, wenn herauskommt, wer den FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in die Falle lockte. Was sonst noch wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.