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Stress mit Sportlern : Ist Trump jetzt zu weit gegangen?

  • -Aktualisiert am

War der Erste: Quarterback Colin Kaepernick kniet während der Nationalhymne Bild: Picture-Alliance

Football, Basketball und Baseball sind den Amerikanern sehr wichtig. Wer die Sportler beleidigt, legt sich mit Millionen Fans an.

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          Donald Trump hat sich am Wochenende mit populären Sportlern und Sportfunktionären angelegt. Der Präsident forderte die Besitzer von Football-Mannschaften auf, protestierende Spieler zu entlassen. In der vorigen Saison hatte sich Colin Kaepernick, der Quarterback der San Francisco 49ers, während der Nationalhymne auf ein Knie niedergelassen, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu protestieren. Trump forderte auf einer Wahlkundgebung in Alabama, die Besitzer sollten bei solchen „Respektlosigkeiten vor unserer Flagge“ sagen: „Holt diesen Hurensohn vom Feld runter. Raus! Er ist gefeuert!“ Der Präsident forderte einen Zuschauerboykott. Man solle einfach „das Stadion verlassen“.

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten.

          Kaepernick ist der Sohn eines Schwarzen und einer Weißen. Trotz guter Leistungen wurde er in der neuen Saison nicht verpflichtet. Der Chef der Nationalen Football-Liga (NFL), Roger Goodell, kritisierte Trumps „spalterische Kommentare“ und seine „Respektlosigkeit gegenüber der NFL“. Trump hatte auf Twitter bekräftigt, wer das „Privileg“ habe, „Millionen von Dollar in der NFL zu verdienen“, müsse bei der Hymne stehend „unserer Großen Amerikanischen Flagge“ die Ehre erweisen. Goodell wolle die „Respektlosigkeit gewisser Spieler gegenüber unserem Land rechtfertigen“.

          Außerdem erklärte Trump, dass der afroamerikanische Basketball-Star Stephen Curry nicht im Weißen Haus willkommen sei, wenn die Golden State Warriors als Gewinner des NBA-Pokals zum traditionellen Empfang beim Präsidenten kommen. Das Team aus San Francisco hatte angekündigt, die Spieler abstimmen zu lassen, ob sie sich von Trump einladen lassen. Curry hatte mitgeteilt, dagegen zu stimmen. „Ins Weiße Haus zu kommen, gilt als eine große Ehre“, belehrte Trump ihn auf Twitter. „Curry zögert, also ist die Einladung zurückgezogen.“ Der Basketballer LeBron James verspottete Trump daraufhin als „Penner“. Man könne niemanden ausladen, der gar nicht kommen wolle. Erstmals kniete am Samstag ein Baseball-Spieler der Major League während der Hymne. Der Sänger Stevie Wonder kniete am Samstag auf einer Musikgala in New York. Er tue das „für Amerika“, sagte Wonder.

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