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Donald Trump : Ein heraufziehender Sturm

Ausnahmsweise in der Zuschauerrolle: Trump beim traditionellen Footballmatch der Navy gegen die Army Bild: AFP

Donald Trump gerät erstmals ins Visier einer amerikanischen Bundesanwaltschaft. Der Präsident bereitet sich auf den Wahlkampf 2020 vor und entlässt auch deshalb wieder einen sogenannten Erwachsenen in der Regierung.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Es ist nicht das erste Mal, dass Donald Trump die Medienlage bestimmen möchte. Immer wieder versucht er, negative Schlagzeilen zu verdrängen, indem er eigene Nachrichten produziert. Diesmal ist ihm das kräftig misslungen. Als er am Samstag vermeintlich beiläufig mitteilte, sein Stabschef John Kelly werde zum Jahresende das Amt niederlegen – offensichtlich um Fragen nach den Ermittlungen von Sonderstaatsanwalt Robert Mueller zu entgehen –, verstärkte der Präsident eher den Eindruck, das Weiße Haus werde immer mehr zu einer Wagenburg. Unter Republikanern auf dem Kapitolshügel geht nun die Sorge um, dass Trump gar nicht daran denke, mit den Demokraten, die von Januar an die Mehrheit im Repräsentantenhaus stellen, Kompromisse zu finden. Im Kongress richtet man sich auf Dauerfeuer ein.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Mit Kellys Entlassung schließt Trump ab, was er im Frühjahr des Jahres begonnen hat: Er trennt sich von den sogenannten Erwachsenen in der Regierung, die bislang das Schlimmste verhinderten, wie ein ranghohes Mitglied der Regierung vor wenigen Monaten in einem anonymen Gastbeitrag schrieb. Im Grunde bleibt jetzt nur noch James Mattis, der Verteidigungsminister, über den Trump vor einigen Wochen sagte, es könne sein, dass auch er bald gehe.

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