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TV-Interview mit Donald Trump : „Habt keine Angst“

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Der künftige amerikanische Präsident Donald Trump Bild: AFP

In seinem ersten TV-Interview als designierter Präsident geht Donald Trump auf seine Kritiker zu: An der Homo-Ehe will er nicht rütteln, Attacken gegen Minderheiten sollen enden. Zudem macht er eine überraschende Ankündigung über sein Präsidentengehalt.

          Donald Trump hat sich mit versöhnlichen Worten an seine Kritiker gewandt. Den Menschen, die in den vergangenen Tagen in vielen Städten gegen ihn demonstrierten, wolle er sagen: „Habt keine Angst“, sagte der designierte amerikanische Präsident in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem TV-Sender CBS. Seine Kritiker forderte er auf, ihm „ein bisschen Zeit“ zu geben.

          Der Rechtspopulist verurteilte jegliche Übergriffe gegen Angehörige von Minderheiten; mehrere solcher verbalen und körperlichen Attacken waren nach Trumps Wahlsieg gemeldet worden. „Ich hasse es, so etwas zu hören, und es macht mich traurig, so etwas zu hören“, sagte er. „Wenn es hilft, werde ich Folgendes sagen, und ich werde es direkt in die Kameras sagen: Hört auf damit!“

          Trump stelle zudem klar, dass er nicht an der Legalisierung der Homo-Ehe durch das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten rütteln werde. „Diese Frage ist entschieden, das ist jetzt das Recht“, sagte er. Er persönlich habe nichts gegen gleichgeschlechtliche Ehen: „Für mich ist das okay“, sagte Trump. In anderen gesellschaftspolitischen Fragen kündigte Trump eine klar konservative Linie an: Für das Oberste Gericht werde er nur Kandidaten nominieren, die gegen Abtreibung und für das Recht auf Waffenbesitz seien.

          In dem Interview gab Trump zudem bekannt, dass er auf seine Bezüge für das Präsidentenamt verzichten wolle. Anstelle der jährlichen Bezüge von 400.000 Dollar, umgerechnet knapp 370.000 Euro, werde er nur einen symbolischen Dollar annehmen, sagte er.

          Über seine geschlagene Rivalin Hillary Clinton und ihren Mann Bill äußerte sich Trump positiv. Hillary habe ihm in einem „reizenden“ Telefonat in der Wahlnacht zu seinem Sieg gratuliert, sagte er. „Sie hätte nicht netter sein können. Sie sagte schlicht, „Glückwunsch, Donald, gut gemacht“ – und ich antwortete: „Du warst eine großartige Konkurrentin.“ Sie ist sehr stark und sehr klug.“ Bill habe ihn dann am Donnerstag nach der Wahl angerufen, und auch er „hätte nicht freundlicher sein können. Er sagte, es war ein erstaunliches Rennen – das erstaunlichste, das er jemals gesehen hat. Er war sehr, sehr, wirklich sehr nett.“

          Bereits vor der Ausstrahlung des Interviews waren Auszüge veröffentlicht worden, nach denen Trump erklärte, Millionen illegaler Einwanderer, die Vorstrafen hätten, würden außer Landes geschafft. „Wir werden diese Leute, die kriminell sind und Vorstrafen haben – Bandenmitglieder, Drogendealer, wovon es viele gibt, sicher zwei Millionen, es können aber auch drei Millionen sein, wir werden sie aus unserem Land schaffen oder wir werden sie einkerkern."

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