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Vor Buch-Veröffentlichung : Trump fordert Entlassung von CNN-Chef

  • Aktualisiert am

Macht das angekündigte Bernstein-Buch Trump nervös? Bild: dpa

Im Zorn über einen CNN-Bericht hat Donald Trump den Journalisten Carl Bernstein beschimpft. Bald erscheint ein neues trumpkritisches Buch des Watergate-Enthüllers. Nun holt Trump zur nächsten Attacke gegen den Sender aus.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat seine scharfe Kritik an den amerikanischen Medien fortgesetzt und die Entlassung von CNN-Chef Jeff Zucker gefordert. „Little Jeff Z“ habe seinen Job furchtbar gemacht und habe schlechte Zuschauerwerte, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. Der Mutterkonzern des Nachrichtensenders, AT&T, „sollte ihn sofort feuern, um die Glaubwürdigkeit zu retten“. In einem weiteren Tweet warf der Präsident zudem NBC News vor, ein Interview mit ihm im Mai 2017 manipuliert zu haben. Einen Beleg dafür präsentierte Trump nicht. Das Gespräch war wenige Tage nach der umstrittenen Entlassung des damaligen FBI-Chefs James Comey geführt worden und hatte auch die Russland-Ermittlungen zum Thema. Eine Stellungnahme der Sender lag zunächst nicht vor.

          Zuvor hatte Trump bereits den Watergate-Enthüllungsreporter Carl Bernstein verbal attackiert und ihm das „Erfinden“ von Geschichten vorgeworfen. „Der schlampige Carl Bernstein – ein Mann, der in der Vergangenheit lebt und wie ein verdorbener Idiot denkt, eine Geschichte nach der anderen erfindet – wird im ganzen Land verlacht“, twitterte Trump am Mittwochabend.

          Die Enthüllungen der Reporter Bernstein und Bob Woodward in der Watergate-Affäre hatten 1974 zum Rücktritt des damaligen Präsidenten Richard Nixon beigetragen. Bernstein war zuletzt auch einer der Autoren eines CNN-Berichts über ein Treffen von Trump-Vertrauten mit einer russischen Anwältin im Präsidentschaftswahlkampf 2016, in dem brisantes Material über Trumps Rivalin Hillary Clinton erwartet worden war.

          In dem CNN-Bericht wurden Quellen zitiert, denen zufolge Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen gesagt haben soll, Trump habe im Vorfeld von dem Treffen gewusst. Der CNN-Bericht wurde später in Frage gestellt, nachdem eine der Quellen ihre Aussagen zurückzog. CNN hält an dem Bericht fest.

          Schlagabtausch zwischen CNN und Trump auf Twitter

          Trump attackierte per Twitter am Mittwoch auch den Sender. Dieser werde „von innen heraus zerrissen“, weil er „einer großen Lüge überführt“ worden sei und sich weigere, „den Fehler zuzugeben“.

          CNN reagierte seinerseits: „Machen Sie keinen Fehler, Herr Präsident, CNN lügt nicht. Wir berichten die Nachrichten. Und wir berichten, wenn Leute in Machtpositionen Lügen erzählen. CNN steht zu seiner Berichterstattung und seinen Reportern. Es mag viele Idioten in dieser Geschichte geben, aber Carl Bernstein ist nicht einer von ihnen.“

          Trumps Verbal-Attacke auf Bernstein erfolgte kurz vor Erscheinen eines neuen Buches von Woodward. Dem Verlag zufolge schildert das Buch „Fear: Trump in the White House“ das „erschütternde Leben in Donald Trumps Weißem Haus“.

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