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Interview mit Fox News : Trump: Märkte würden bei Amtsenthebung zusammenbrechen

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Trump über Trump: „Ich verstehe nicht, wie man jemanden des Amtes entheben kann, der einen hervorragenden Job macht.“ Bild: Fox News

Ein abruptes Ende seiner Präsidentschaft hätte verheerende Konsequenzen, sagt Donald Trump. Im Falle seines früheren Wahlkampfleiters Manafort denkt Amerikas Präsident laut über eine Begnadigung nach.

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          Amerikas Präsident hat sich davon überzeugt gezeigt, dass die Wirtschaft großen Schaden erleiden würde, sollte er des Amtes enthoben werden. In einem Interview mit „Fox News“, das am Donnerstag ausgestrahlt wurde, sagte Donald Trump, die Märkte würden in diesem Fall „zusammenbrechen. Ich denke, alle wären dann sehr arm“. Trump hatte auf eine Frage geantwortet, was passieren sollte, wenn die Demokraten bei den Zwischenwahlen in 67 Tagen die Macht im Kongress zurückerlangen und ein Amtsenthebungsverfahren einleiten sollten.

          „Ich verstehe nicht, wie man jemanden des Amtes entheben kann, der hervorragende Arbeit geleistet hat“, so Trump über Trump, der sich nach eigener Aussage schon jetzt für den erfolgreichsten Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten hält. „Ich würde mir selber die (Best-) Note A+ geben." Zur Begründung führte Trump an, er habe großartige Richter für den Obersten Gerichtshof ausgesucht, die größte Steuerreform der amerikanischen Geschichte erreicht. Die Volkswirtschaft floriere wie nie zuvor.

          Treffen mit Putin und Kim? Ein gewaltiger Erfolg!

          Nicht nur sein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, auch seine Zusammenkunft mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin seien ein „gewaltiger Erfolg“ gewesen, sagte der amerikanische Präsident. In beiden Fällen war er kritisiert worden, im Falle des Putin-Gipfels in Helsinki musste er sogar eine auch in der eigenen Partei harsch kritisierte Äußerung nachträglich korrigieren.

          Im Fall seines früheren Wahlkampfleiters Paul Manafort erwägt Trump indes eigenen Angaben zufolge eine Begnadigung. Paul Manafort wurde diese Woche wegen Banken- und Steuerbetrugs schuldig gesprochen. Das Strafmaß steht noch aus. Rechtsexperten schätzen, dass es auf rund zehn Jahre Haft hinauslaufen wird.

          Fox-Reporterin Ainsley Earhardt zufolge hat der amerikanische Präsident in dem Gespräch die mögliche Begnadigung erwähnt. „Ich denke, er fühlt sich schlecht wegen Manafort. Sie waren Freunde“, sagte die Journalistin am Mittwochabend im Fox-Programm.

          Trump hatte Manafort am Mittwoch einen „tapferen Mann“ genannt, der anders als sein ehemaliger Anwalt Michael Cohen dem Druck der Justiz standgehalten habe. Cohen hatte sich vor Gericht mehrerer Verbrechen schuldig bekannt und angegeben, von Trump angewiesen worden zu sein.

          Trump zeigte sich zudem äußerst wütend über Justizminister Jeff Sessions. „Ich habe einen Justizminister ins Amt geholt, der nie die Kontrolle über das Justizministerium übernommen hat“, sagte er. Trump kritisierte Sessions abermals dafür, dass er sich aus den Russland-Ermittlungen zurückgezogen hatte. Er habe sich gefragt, was für ein Mann so etwas tue, erklärte der Präsident.

          Sessions hat als oberster Chefankläger die Aufsicht über das FBI und wäre damit eigentlich auch für die Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller zuständig. Wegen Befangenheit hält er sich aber heraus.

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