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Verbreitung von Fake News : Trump entlässt Sohn seines Sicherheitsberaters

  • Aktualisiert am

Vater und Sohn Flynn vor einem Treffen mit Donald Trump in New York Bild: AP

Michael Flynn ist als zukünftiger Berater Trumps umstritten. Jetzt steht er abermals in der Kritik, wegen seines Sohnes: Der hat Falschmeldungen über Hillary Clinton verbreitet und flog deshalb aus dem Übergangsteam.

          Wegen der Verbreitung einer Verschwörungstheorie hat der gewählte amerikanische Präsident Donald Trump ein Mitglied seines Übergangsteams entlassen. Michael G. Flynn junior sei nicht mehr Teil des Teams, berichteten amerikanische Medien am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf Trumps Sprecher Jason Miller.

          Der 33 Jahre alte Flynn junior hatte über soziale Medien Gerüchte verbreitet, wonach die Demokratin Hillary Clinton und ihr Wahlkampfchef John Podesta aus einer Pizzeria in Washington heraus einen Kinderpornoring betrieben. Angefangen hat alles mit den E-Mails von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta, die im Wahlkampf gehackt und dann von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht worden waren.

          In mehreren Nachrichten diskutiert Podesta mit dem Inhaber der Pizzeria Comet Ping Pong, James Alefantis, die Organisation einer Wahlkampfveranstaltung. Nutzer der Website 4Chan sahen im Sprachgebrauch Ähnlichkeiten zu den Codes, die Pädophile im Internet nutzen und warfen Alefantis vor, okkulte Veranstaltungen für Pädophile abzuhalten, schreibt die „New York Times“. Den Kontakt mit Podesta sahen sie als deutlichen Beweis dafür, dass Alefantis über Verbindungen in die höchsten Politikkreise verfügt und eigentlich Hillary Clinton hinter dem Pädophiliering stehe.

          Die Vorwürfe wurden auf vielen anderen Internetseiten aufgegriffen, die dafür bekannt sind, Verschwörungen zu verbreiten und gelangten bald unter dem Hashtag „#pizzagate“ auch in die sozialen Netzwerke. Aufgrund dieser falschen Behauptung hatte ein Mann am Sonntag in dem Restaurant „Comet Ping Pong“ das Feuer eröffnet und mindestens einen Schuss abgegeben. Flynn hatte noch nach dem Vorfall auf Twitter geschrieben: „Bis sich #Pizzagate als falsch herausstellt, bleibt es eine Geschichte.“

          Flynn junior ist der Sohn von Trumps designiertem Sicherheitsberater, dem 57 Jahre alten Michael T. Flynn. Dieser ist ebenfalls für kontroverse Aussagen in sozialen Medien bekannt. Die Affäre nährt auch Zweifel an der Eignung des älteren Flynn für einen Regierungsposten. „Der Nationale Sicherheitsberater sollte einen mäßigenden Einfluss auf die Instinkte des Präsidenten haben. Wir werden sehen, ob Mike das leisten kann“, sagte der ehemalige Direktor der CIA und des Geheimdienstes NSA, Michael V. Hayden, der „New York Times“.

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