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Abgeordnete aus Hawaii : Demokratin Gabbard gibt Rennen um Präsidentschaftskandidatur auf

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Wollte Präsidentschaftskandidatin der Demokraten werden: Tulsi Gabbard Bild: AP

Die frühere Soldatin Tulsi Gabbard hatte wohl nie eine ernsthafte Chance, sich die Nominierung zu sichern. Sie will nun den früheren Vizepräsidenten Joe Biden im Rennen gegen den noch verbliebenen Bernie Sanders unterstützen.

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          Die Abgeordnete Tulsi Gabbard hat ihre Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der amerikanischen Demokraten aufgegeben. Sie unterstütze nun den früheren Vizepräsidenten Joe Biden, erklärte Gabbard am Donnerstag in einer Videobotschaft. „Obwohl ich mit dem Vizepräsidenten nicht in allen Sachfragen übereinstimme, weiß ich, dass er ein gutes Herz hat und von der Liebe für sein Land und die Menschen Amerikas angetrieben ist“, sagte Gabbard.

          Nach dem Ausscheiden der 38 Jahre alten Abgeordneten aus Hawaii bewerben sich nun nur noch der linke Senator Bernie Sanders und der moderate Biden um die Nominierung der Demokraten. Sie wollen im November Präsident Donald Trump herausfordern. Nach den bisherigen Vorwahlen liegt Biden (77) vor Sanders (78). Der Senator aus Vermont will dem Vernehmen nach in den kommenden Tagen entscheiden, ob er an seiner Bewerbung festhält oder den Weg für Biden freimacht.

          Die frühere Soldatin Gabbard hatte wohl nie eine ernsthafte Chance, sich die Nominierung zu sichern. Bei den bisherigen Vorwahlen konnte sie sich kaum Stimmen sichern. Gabbard hat unter anderem für eine Entmilitarisierung der amerikanischen Außenpolitik geworben. Sie musste sich aber gegen Vorwürfe wehren, dass ihre Kandidatur von Russland unterstützt werde und nur zum Ziel habe, die Demokraten zu schwächen. Der Republikaner Trump hat Gabbard wiederholt gegen diese Vorwürfe verteidigt, weswegen manche Demokraten sie mit noch mehr Skepsis betrachteten. Gabbard war 2017 nach Syrien gereist, um Präsident Baschar al-Assad zu treffen. Für die Reise wurde sie stark kritisiert.

          Ursprünglich hatten sich bei den Demokraten fast 30 Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur bemüht. Die Vorwahlen der Demokraten ziehen sich eigentlich noch bis in den Juni hin. Im Juli soll der Kandidat dann bei einem Nominierungsparteitag gekürt werden.

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