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Pennsylvania-Kommentar : Die Demokraten sollten die Mitte nicht aufgeben

Conor Lamb, der demokratische Kandidat für die Nachwahl in Pennsylvania, zeigt, welche Kandidaten gegen die Republikaner erfolgreich sein können. Bild: AP

Die Demokraten stehen ein halbes Jahr vor den Kongresswahlen vor einer wichtigen Frage. Sollen sie „progressive“ Kandidaten aufstellen oder versuchen, mit Zentristen jene Wähler zurückzugewinnen, die sich Trump zugewandt haben?

          Die Republikaner haben die Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses und Donald Trump im Weißen Haus, obschon der natürlich kein orthodoxer Republikaner ist.

          Gut ein halbes Jahr vor den Kongresswahlen ist es also logisch, dass die Demokraten darüber brüten, wie sie die Mehrheitsverhältnisse in Washington wenigstens in einer Kammer zu ihren Gunsten verändern können: Sollen sie „progressive“ Kandidaten aufstellen – und die Mitte aufgeben – oder sollen sie versuchen, mit Zentristen jene weißen Wähler aus der Arbeiterklasse zurückzugewinnen, die sich von den Demokraten abgewandt und Trump ganz wesentlich ins Präsidentenamt verholfen haben?

          Das für sie erfreuliche Ergebnis einer Nachwahl im Schlüsselstaat Pennsylvania wird den Demokraten Auftrieb geben: Ihr Kandidat hat Militärhintergrund, ist sozialkonservativ, unterstützt Trumps Strafzölle und ist kein Freund der eigenen Kongressführung.

          Sieht so das Profil der Politiker aus, mit denen der Wiederaufstieg der Demokraten gelingen kann? Könnte sein. Der linke Flügel wird freilich alles daran setzen, die Partei aus der Mitte wegzuzerren.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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