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Demokraten gegen Republikaner : Wer nimmt es mit Trump auf?

Elizabeth Warren will Präsidentin werden. Bild: AP

Elizabeth Warren hat ihre Kandidatur für die Präsidentenwahl 2020 erklärt. Die Liste ihrer innerparteilichen Konkurrenten ist lang. Obamas früherer Vize Joe Biden könnte antreten und auch Bernie Sanders. Bleibt noch die Frage: Wie alt darf ein Kandidat sein?

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Elizabeth Warren ist schon in Iowa: In Sioux City trat sie am Samstag auf, um sich auf den langen Vorwahlkampf der Demokraten einzustimmen. Iowa ist jener Staat, in dem traditionell der erste große Schlagabtausch bei Präsidentschafts-Vorwahlen der Parteien stattfindet – wer hier gewinnt, der kann sich auch Chancen in anderen Staaten ausrechnen. Während sich die meisten anderen Kandidaten noch nicht erklärten, hatte Warren in der vergangenen Woche angekündigt, dass sie 2020 gegen Donald Trump antreten will. „Das ist der Kampf meines Lebens,“ sagte Warren vor ihren Anhängern. „Im Moment funktioniert Amerika für die Reichen und Mächtigen, und wir müssen sie zur Verantwortung ziehen für das, was hier passiert: Korruption, schlicht und ergreifend.“ Nun tourt sie drei Tage lang durch Iowa. Die 69-jährige Senatorin aus Massachusetts, die sich vor allem mit dem Thema Bankenreform profilierte, gilt als eine Favoritin des linken Parteiflügels – und sie wird ungewöhnlich viele Konkurrenten haben.

          Bis zu 40 Personen erwägen eine Kandidatur bei den Vorwahlen der Demokraten. Geht man allein nach den Meinungsumfragen, hätte wohl Joe Biden, der ehemalige Vizepräsident von Barack Obama, die besten Chancen. Biden wird von vielen Seiten als möglicher Kompromisskandidat ins Spiel gebracht. Wenn er mit einem jungen Kandidaten oder einer Frau als Vize anträte, so hoffen viele, dann könnte er die Flügel der Partei versöhnen und gleichzeitig einen Teil der Trump-Wähler ansprechen, die man zurück gewinnen müsse. Der ehemalige Senator aus Delaware ist 76 Jahre alt und will im Februar verkünden, ob er antritt oder nicht. Biden sieht sich klar in der Favoritenrolle: „Ich bin die qualifizierteste Person im ganzen Land für das Präsidentenamt,“ sagte er vor kurzem.

          Viele Linke in der Partei wünschen sich eine erneute Kandidatur von Bernie Sanders, dem unabhängigen Senator aus Vermont, der bei den letzten Vorwahlen besonders junge Menschen begeisterte. Sanders trauen viele auch zu, Trump-Wähler zurückzugewinnen, denn laut Schätzungen sollen um die zehn Prozent seiner Unterstützer nach Hillary Clintons Nominierung den Immobilienunternehmer gewählt haben. Anderen gilt der linke Politiker als zu alt, wenngleich er auch nur ein Jahr älter ist als Joe Biden. Beto O'Rourke aus Texas ist ebenfalls beliebt bei vielen progressiven Demokraten. Der 46-Jährige gab seinen Sitz im Repräsentantenhaus auf, um bei den Kongresswahlen Senator Ted Cruz herauszufordern, und unterlag. Er brach Spendenrekorde und machte einen modernen Wahlkampf, der vielen trotz seiner Niederlage als wegweisend gilt.

          Hält sich selbst für kompetent: Joe Biden, Obamas ehemaliger Vizepräsident.

          Die Senatorinnen Kamala Harris aus Kalifornien und Amy Klobuchar aus Minnesota erwägen ebenso eine Kandidatur wie Cory Booker aus New Jersey und Sherrod Brown aus Ohio. Brown wurde 2006 erstmals in den Senat gewählt, wo er oft mit Bernie Sanders zusammenarbeitete. Im Wahlkampf 2016 unterstützte er aber Hillary Clinton und war als ihr Vize im Gespräch. Brown vertritt klassische Positionen der amerikanischen Arbeiterbewegung, wie etwa die Stärkung der Gewerkschaften, und er setzt sich für Veteranen ein. Weil er auch die neueren politischen Bewegungen, wie die Proteste gegen Waffengewalt und den „Women's March” unterstützt, trauen ihm manche zu, die Parteiflügel hinter sich zu vereinen. Trump-Wählern könnte gefallen, dass er sich gegen unregulierten Freihandel aussprach und Trumps-Zollpläne zum Teil lobte. Browns Nachteil ist sein bislang niedriger Bekanntheitsgrad.

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