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Midterms 2018 : Unser Programm zu den Kongresswahlen in Amerika

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„Wählt Sie raus“ fordert eine Gruppe vor dem Weißen Haus. Ob das gelingen wird, können Sie auf FAZ.NET verfolgen. Bild: dpa

Republikaner gegen Demokraten: Heute fällt die Entscheidung bei den amerikanischen Kongresswahlen. Wird der Präsident zur Belastung für die Republikaner? Wir halten Sie rund um die Uhr auf dem Laufenden.

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          Er steht zwar nicht auf dem Wahlzettel, doch die Kongresswahlen an diesem Dienstag werden auch ein Referendum über den Präsidenten Donald Trump. Die Wähler müssen entscheiden, ob sie einen Kongress wollen, in dem die Republikaner – wie jetzt schon – sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus kontrollieren oder ob sie mindestens eines der beiden Häuser an die Demokraten geben wollen.

          Hier finden Sie am Mittwochmorgen alle Ergebnisse, auch die der Gouverneurswahlen.

          Die aktuellen Vorhersagen legen einen Erfolg der Demokraten im Repräsentantenhaus nahe, machen den Republikanern jedoch zugleich Hoffnung, dass sie ihre Mehrheit im Senat halten, eventuell sogar ein wenig ausweiten können. Warum die Ergebnisse aber schwer vorherzusagen sind, lesen Sie hier. Sollte es tatsächlich so ausgehen, hätten die Demokraten dank ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus die Möglichkeit, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump einzuleiten. Für einen Erfolg fehlt ihnen jedoch die nötige Zweidrittelmehrheit im Senat. Aber zumindest könnten sie dann die Ausschussvorsitze übernehmen und Trumps Regierung weiter auf den Leib rücken. Unter anderem könnten sie seine Steuererklärungen anfordern – eine Gelegenheit, die sie sich bestimmt nicht entgehen lassen würden.

          Erste Exit-Polls gegen 1 Uhr nachts

          Für die Demokraten geht es aber noch um mehr, nämlich um die Frage nach ihrer zukünftigen Ausrichtung. Sollen sie eher versuchen, progressive junge Leute anzusprechen, die Bernie Sanders bereits in den demokratischen Vorwahlen vor zwei Jahren überzeugt hat? Oder soll es in die andere Richtung gehen, um unabhängige Wähler und Republikaner zu gewinnen, die mit dem Aussehen der „Grand Old Party“ unter Donald Trump nichts anfangen können? Wie die Demokraten mit diesem Zwiespalt umgehen, hat F.A.Z.-Korrespondent Majid Sattar beschrieben.

          Das politische Klima in den Vereinigten Staaten ist in jedem Fall sehr aufgeheizt. Der Präsident und seine Anhänger dämonisieren lateinamerikanische Einwanderer und stilisieren die Demokraten zu Sozialisten. Ein besonders wortmächtiger Trump-Unterstützer ist Ron DeSantis. Er will Gouverneur von Florida werden und bedient sich einer Rhetorik, die stark an Donald Trump angelehnt ist. Frauke Steffens verfolgte einen seiner Auftritte.

          Besonders im Fokus der Parteien standen die jungen Wähler. Nach mehreren tödlichen Schießereien an Schulen waren diese zu Tausenden auf die Straße gegangen und hatten gefordert, die Waffengesetze zu verschärfen. Wem sie ihre Stimmen geben oder ob sie überhaupt wählen gehen, wird einer der wahlentscheidenden Faktoren sein. Daniel Schmidt hat mit zwei Erstwählern gesprochen.

          Auf FAZ.NET informieren wir Sie rund um die Uhr über die aktuellen Nachrichten von den Kongresswahlen. Die Wahllokale sind ab 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit geöffnet. In Amerika sind unsere Korrespondenten und Mitarbeiter live dabei und liefern ihnen Eindrücke vom Urnengang. Ab etwa 15 Uhr können sie die Geschehnisse im Liveblog verfolgen.

          Konkurrierende Verfahren

          Die ersten Wahllokale in den Vereinigten Staaten an der Ostküste schließen um 1 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Zu diesem Zeitpunkt sollte es bereits die ersten Exit-Polls geben. Diese sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn gerade junge, besser ausgebildete Menschen sind am Wahltag in den Wahllokalen anzutreffen und in den Nachwahlbefragungen überrepräsentiert, da sie seltener die Möglichkeit des „Early Voting“ nutzen. Zudem fehlen dabei die Stimmen von Millionen Briefwählern.

          Deswegen haben sich die Nachrichtenagentur Associated Press und der Sender Fox News zusammengeschlossen, sind aus dem nationalen Pool ausgestiegen und haben ein eigenes Verfahren entwickelt, in dem auch eine Online-Befragung eine wichtige Rolle spielt. Es wird also verschiedene Zahlen geben. Wer näher am endgültigen Ergebnis dran ist, wird sich zeigen.

          Die Resultate trudeln dann im Laufe der Nacht zum Mittwoch ein, so dass Sie, wenn Sie morgens aufstehen, auf FAZ.NET nicht nur das vorläufige Ergebnis, sondern auch die ersten Analysen zu dessen Bedeutung nachlesen können. Klaus-Dieter Frankenberger, Chef der Auslandsberichterstattung, und Andreas Ross, ehemaliger Korrespondent in Washington, werden den Wahlausgang für Sie einordnen. Alle wichtigen Nachrichten, Analysen und Kommentare finden Sie selbstverständlich auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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