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Cyberspionage : FBI deckt Hackerangriffe auf amerikanisches Wahlsystem auf

  • Aktualisiert am

Das FBI Hauptquartier in Washington: Die Agenten warnen vor russischen Hacker-Angriffen. Bild: AP

Die Wahlsysteme zweier amerikanischer Bundesstaaten waren dem FBI zufolge Ziel von ausgeklügelten Cyber-Attacken. Spuren führen offenbar nach Russland. Die Sorge vor einer Manipulation der Präsidentenwahlen wächst.

          Die Bundespolizei FBI hat nach zwei Hackerangriffen auf Wählerverzeichnisse in Arizona und Illinois einen verstärkten Schutz der entsprechenden Computersysteme gefordert. Der „Washington Post“ zufolge geht das FBI davon aus, dass Russland hinter den Attacken stecken könnte.

          Angst vor Wahlmanipulation

          Das FBI beschreibe die Bedrohung als glaubwürdig und signifikant, sagte ein Sprecher der Regierung in Arizona der Zeitung. „Eine Stufe acht auf einer Skala bis zehn“, sagte er. Die Angreifer seien jedoch nicht in die Systeme eingedrungen. Sie hätten jedoch die Nutzerdaten eines Wahl-Offiziellen stehlen können.

          Der Direktor der Wahl- und Registrierungssysteme in Illinois schrieb der „Washington Post“ zufolge an alle Wahlämter im Bundesstaat: „Das war eine ausgeklügelte Attacke hinter der vermutlich ein ausländische Organisation steckt“. Die Zeitungen zitiert zudem einen Sicherheitsexperten, der große deutliche Parallelen zu früheren russischen Hackerangriffen sieht.

          Somit wächst die Sorge in den Vereinigten Staaten, dass von Russland oder anderen Staaten unterstützte Hacker versuchen könnten, die Wahl am 8. November zu beeinflussen.

          Amerikanische Behörden und Sicherheitsexperten machen Angreifer aus Russland auch für einen Cyberangriff auf Computersysteme der Demokraten verantwortlich. Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

          Die Präsidenten- und Kongresswahl in den USA wird von den einzelnen Bundesstaaten organisiert. Oft werden veraltete elektronische Wahlmaschinen eingesetzt. Vor einigen Tagen bot der amerikanische Heimatschutzminister Jeh Johnson den Wahlbehörden der Staaten Hilfe bei der Sicherung ihrer Systeme an.

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