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Corona-Krise : Absturz in Amerika

Eine der wenigen Boombranchen in der Corona-Krise: Ein Geschäft für medizinische Schutzausrüstung in New York. Bild: dpa

In Amerika sind die Infektionszahlen nun höher als in China, die Wirtschaft der Supermacht ist im freien Fall. Die Konsequenzen werden auf der ganzen Welt zu spüren sein.

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          Wann die Vereinigten Staaten aus der doppelten Krise – der Covid-19-Pandemie und der Rezession, in der sie nun stecken – herauskommen werden, weiß kein Mensch. Der Präsident ist zuversichtlich, dass das Land schon bald wieder in „großartiger Form“ sein werde. Diesen Optimismus teilen weder die Gouverneure, die nicht wissen, wo sie Beatmungsgeräte herbekommen, noch vermutlich Trumps eigene Fachleute. An beiden „Fronten“ wird die Lage immer düsterer, ja dramatisch. Mittlerweile haben sich in Amerika (offiziell) mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als (offiziell) in China; und das Infektionstempo wird nicht langsamer.

          Nicht weniger furchterregend ist diese Zahl: In der vergangenen Woche wurden rund 3,3 Millionen Anträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. So etwas haben die Zeitgenossen noch nicht erlebt. Mit anderen Worten: Der mehr als zehn Jahre währende Expansionskurs der amerikanischen Wirtschaft ist brutal gestoppt worden – von einem Virus, dessen Gefährlichkeit die Regierung zunächst völlig falsch einschätzte, und von den Abwehrmaßnahmen dagegen.

          Das riesige Hilfspaket für Unternehmen, Familien und Gesundheitssystem, dem nach dem Senat nun auch das Repräsentantenhaus zugestimmt hat, soll den Absturz der Wirtschaft ins Bodenlose verhindern. Wenn das nicht oder nur unzureichend gelingt, wird es ganz bitter. Die Konsequenzen werden auf vielen Politikfeldern zu spüren sein, nicht nur in der Innenpolitik. Amerikas Rolle in der Welt wird weiter schrumpfen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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