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„Kein friedlicher Machtwechsel“ : Cohen warnt vor Trump im Falle einer Wahlniederlage

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Michael Cohen am Mittwoch vor dem Kongress: Trumps ehemaliger Anwalt warnt vor dem Verhalten des Präsidenten im Falle einer Wahlniederlage. Bild: AP

Die Aussagen von Trumps ehemaligem Anwalt belasten den Präsidenten schwer. Doch Cohen belässt es nicht dabei: Er warnt auch vor Trumps Verhalten in der Zukunft.

          Donald Trumps langjähriger Anwalt Michael Cohen hat davor gewarnt, dass der Präsident bei einer Wahlniederlage im kommenden Jahr das Amt nicht freiwillig aufgeben könnte. Bei einer Anhörung vor dem amerikanischen Kongress sagte Cohen am Mittwoch, angesichts seiner Erfahrungen mit Trump fürchte er, „dass wenn er die Wahl 2020 verliert, es nie einen friedlichen Machtwechsel geben wird“.

          Er habe wegen seiner langjährigen Loyalität gegenüber Trump „alles verloren“, sagte Cohen bei der Anhörung vor dem Repräsentantenhaus. „Aber ich werde mich nicht zurücklehnen und nichts sagen.“ Bei der Anhörung vor dem permanenten Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses hatte der Anwalt Trump scharf attackiert und als „Rassisten“, „Betrüger“ und „Schwindler“ bezeichnet.

          Unterdessen hat die Pornodarstellerin Stormy Daniels Michael Cohen dafür gelobt, vor dem Kongress die „Wahrheit“ über die Schweigegeldzahlungen an sie gesagt zu haben. Sie sei „stolz“ auf Cohen, weil er endlich versuche, etwas von dem angerichteten „Schaden zu reparieren“, erklärte Daniels am Mittwoch. Sie verstehe die Angst, die Cohen um seine Familie habe.

          „Ich erinnere mich an die Angst, die Sie fühlen. Ich fühle sie immer noch“, fuhr die Pornodarstellerin mit dem bürgerlichen Namen Stephanie Clifford fort.

          Cohen sagte am Mittwoch vor dem permanenten Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses in Washington gegen seinen ehemaligen Chef Trump aus. Demnach soll Trump noch nach Amtsantritt in mutmaßlich illegale Bemühungen zur Verschleierung einer Schweigegeldzahlung an Clifford verwickelt gewesen sein.

          Clifford gibt an, mit dem verheirateten Trump im Jahr 2006 eine Affäre gehabt zu haben. Cohen räumte ein, Daniels kurz vor der Präsidentenwahl ein Schweigegeld in Höhe von 130.000 Dollar gezahlt zu haben. Das Bundesgericht in New York, das Cohen im Dezember unter anderem wegen dieser Zahlung verurteilte, sieht darin eine illegale Wahlkampffinanzierung.

          Während seiner Aussage gab Cohen zu Protokoll, dass er Drohungen durch den Präsidenten und dessen Anhänger ausgesetzt gewesen sei. Er habe Angst um seine Sicherheit und die seiner Familie.

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