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Christliche Trump-Fans : Apokalypse wow!

  • -Aktualisiert am

Der Pastor und sein Präsident: Robert Jeffress und Donald Trump Bild: EPA

Donald Trumps Botschaft passt perfekt ins Weltbild der Evangelikalen. Robert Jeffress, Pastor einer Megakirche in Dallas, hat das als einer der Ersten begriffen.

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          Irgendwas ist immer. Im Sommer eierte Donald Trump herum, statt den Aufmarsch von Antisemiten in Charlottesville klar zu verurteilen. Pastor Robert Jeffress verteidigte den Präsidenten: „Er hat keine rassistische Faser im Körper“, sagte er im Fernsehen. Im Herbst rief Trump Alabamas Bürger zur Wahl Roy Moores auf, der minderjährige Mädchen missbraucht haben soll. Pastor Jeffress sagte: „Wir evangelikale Christen verstehen, dass unsere Politiker moralische Schwächen haben – aber Moral kann nicht das Maß aller Dinge sein.“ Im Januar ätzte Trump, er wolle keine Menschen aus „Dreckslöchern“ wie Afrika oder Haiti ins Land lassen. „Zum Glück begreift Trump den Unterschied zwischen einer Kirche und einem Land“, lobte Jeffress. „Ich teile seine Haltung, auch wenn ich mich als Pastor anders auszudrücken habe.“

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten.

          Evangelikale Prediger zählen zu Donald Trumps eifrigsten Fürsprechern. An vorderster Front: Robert Jeffress, Pastor der Megakirche First Baptist Dallas, 62 Jahre alt, klein und schmal, Anzug und Krawatte, das silberfarbene Haar gescheitelt, das Lächeln verschmitzt und die Sätze texanisch gequetscht. Auch ihm hat Trump es zu verdanken, dass ihn achtzig Prozent der weißen Evangelikalen gewählt haben – und dass ihm die allermeisten die Stange halten.

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