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Brief aus Pjöngjang : Kim will zweites Treffen mit Trump

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Donald Trump und Kim Jong-un bei ihrem ersten Treffen im Juni 2018 in Singapur Bild: AP

In einem Brief an den amerikanischen Präsidenten verleiht Kim Jong-un seinen Wunsch nach einem weiteren Treffen Ausdruck. Der gibt sich offen, obwohl er noch vor wenigen Wochen eine Koreareise seines Außenminister absagte.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un könnten sich bald abermals treffen. Trump habe einen Brief von Kim erhalten, in dem dieser um eine zweite Begegnung bitte, sagte die Sprecherin des Präsidialamtes, Sarah Sanders, am Montag. Trump sei offen dafür. Der Brief sei sehr positiv und warmherzig gewesen. Es werde bereits geprüft, wie ein Treffen zeitlich eingeplant werden könne.

          Trump und Kim hatten sich erstmals im Juni in Singapur getroffen, um über das umstrittene nordkoreanische Atomwaffenprogramm zu beraten. Kim erklärte sich zu einer Denuklearisierung Nordkoreas bereit, wurde aber nicht konkret. Nach dem Treffen erklärte Trump, Nordkorea stelle keine atomare Gefahr mehr dar. Vor ihrer Begegnung hatten sich die beiden monatelang mit Drohungen und Beleidigungen überzogen.

          Zuletzt hatte sich das Verhältnis zwischen Washington und Pjöngjang allerdings wieder abgekühlt. Erst vor rund zwei Wochen hatte Trump die geplante Reise seines Außenministers Mike Pompeo nach Nordkorea abgesagt. Als Grund für Pompeos geplatzten Besuch nannte der amerikanische Präsident seine Unzufriedenheit mit dem Fortschritt der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel an. In dem Zusammenhang kritisierte Trump auch China, das nach Ansicht des Präsidenten zu wenig Druck auf Nordkorea ausübe.

          „Wir bekommen das zusammen hin“

          Kurz nach der Absage von Pompeos Reise hatte die staatlich kontrollierte, nordkoreanische Zeitung „Rodong Sinmun“ den Vereinigten Staaten vorgeworfen, in einer geheimen Militärübung einen Überfall auf Pjöngjang vorzubereiten.

          Seit vergangener Woche verbreitet Trump aber wieder Optimismus. Bei Twitter brüstete sich der amerikanische Präsident damit, dass Kim „unerschütterlichen Glauben“ an ihn habe. „Danke an den Vorsitzenden Kim. Wir bekommen das zusammen hin“, schrieb er.

          Sanders bewertete nun auch die Militärparade am Sonntag zum 70-jährigen Bestehen Nordkoreas als positives Signal. Sie hob hervor, dass die nordkoreanische Führung darin nicht ihr „nukleares Arsenal“ zu Schau gestellt habe. „Wir betrachten das als Zeichen des guten Willens“, sagte die Sprecherin des Präsidenten.

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