https://www.faz.net/-gpf-8ew04

Eine Million Mal geteilt : Brief an Trump bricht Rekorde bei Facebook

  • Aktualisiert am

Bekommt Gegenwind auf Facebook: Donald Trump Bild: Reuters

Brandon Stanton wollte seinem Ärger über Donald Trump Luft machen und verfasste einen offenen Brief auf Facebook. Mit dieser Resonanz hatte er aber vermutlich nicht gerechnet.

          Der offene Brief des New Yorker Fotografen Brandon Stanton an den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ist vermutlich der am meisten geteilte Post auf Facebook. Das bestätigte eine Sprecherin im Auftrag des sozialen Netzwerks der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

          Eine offizielle Statistik liege aber nicht vor. Außerdem gebe es Fotos, die deutlich mehr „Likes“ erhalten hätten als der Brief.

          „Der Hasserfüllte sind Sie“, schrieb Stanton am Montag in einem offenen Brief an den Milliardär. „Sie sind ein Mann, der im Streben nach persönlicher Macht Vorurteile und Gewalt gefördert hat.“  Stanton wurde mit dem 2010 gestarteten Blog „Humans of New York“ bekannt, in dem er Bewohner der Millionenmetropole mit Fotos und Zitaten vorstellt.

          „Keine politische Entscheidung, sondern eine moralische“

          Allein auf Facebook folgen ihm mehr als 17 Millionen Nutzer, das gleichnamige Buch wurde zum Beststeller. Trump verbreite auf Twitter rassistische Bilder, rassistische Lügen und stifte zu Gewalt an, schrieb Stanton. Er habe Folter und den Mord an Angehörigen von Terroristen befürwortet, Flüchtlinge mit „Schlangen“ verglichen und erklärt, dass der „Islam uns hasst“.

          An Open Letter to Donald Trump:Mr. Trump,I try my hardest not to be political. I’ve refused to interview several of...

          Posted by Humans of New York on Montag, 14. März 2016

          Stanton betonte, er versuche sonst, nicht politisch zu sein, und habe auch Interviews mit Trumps Konkurrenten zuvor abgelehnt. Nun sei ihm aber klar geworden, dass man Gewalt und Vorurteilen immer entgegentreten müsse, auch im derzeit hitzig geführten Vorwahlkampf um das Weiße Haus. „Mir ist klar geworden, dass es keine politische Entscheidung ist, Ihnen entgegenzutreten. Es ist eine moralische.“

          Dass der Rekord durch automatisches Teilen mit Hilfe von Computer-Programmen herbeigeführt wurde, ist der Sprecherin zufolge übrigens unwahrscheinlich. Auf der Online-Plattform laufe im Hintergrund Software, um den Einsatz solcher sogenannten Bots zu verhindern.

          Weitere Themen

          Was in der langen Nacht geschah

          FAZ Plus Artikel: Kompromiss und Proteste : Was in der langen Nacht geschah

          Erst war das Klimaschutzgesetz fast am Ende, dann kam der Protest – und dann stritt das Kabinett eine Nacht lang. Jetzt sonnt sich die Politik im Glanz der Einigung. Währenddessen dröhnt der Protest Hunderttausender.

          „Eine Mischung aus Vertagen, Verzagen und Versagen“ Video-Seite öffnen

          Aktivisten unzufrieden : „Eine Mischung aus Vertagen, Verzagen und Versagen“

          Der Klimaaktionstag hat allein in Berlin mehr als 100.000 Menschen auf die Straße geholt. Sie wollen einen schnellen Wandel der Politik – ernüchternd ist da das Klimaschutzpaket der großen Koalition. In Stockholm meldete sich Greta Thunberg per Videoübertragung zu Wort.

          Zum Vorsprechen bei Gauland

          Streit in der AfD : Zum Vorsprechen bei Gauland

          Die AfD-Führung zitierte am Freitag einige Unruhestifter zum Rapport – einer kam gar nicht erst, sondern schimpfte auf Facebook. Andere verkündeten den Frieden.

          Topmeldungen

          Klimastreik in Berlin : Rackete for Future

          Beim großen Klimastreik in Berlin überlassen die Aktivisten von „Fridays for Future“ anderen die Bühne. Es sollte der Auftakt sein für ein breites gesellschaftliches Bündnis. Doch noch prallen Welten aufeinander.
          Ihnen reicht der Kompromiss nicht: Wie in Berlin demonstrierten Hunderttausende

          Kompromiss und Proteste : Was in der langen Nacht geschah

          Erst war das Klimaschutzgesetz fast am Ende, dann kam der Protest – und dann stritt das Kabinett eine Nacht lang. Jetzt sonnt sich die Politik im Glanz der Einigung. Währenddessen dröhnt der Protest Hunderttausender.
          Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Adam Schiff von der Demokratischen Partei, am Donnerstag im Kongress

          Whistleblower belastet Trump : Die Spur führt nach Kiew

          Ein Mitarbeiter des Geheimdienstes macht Donald Trump schwere Vorwürfe. Dessen Regierung versuchte, die Informationen des Whistleblowers zu unterdrücken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.