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Bill Weld : Trumps erster Herausforderer aus den eigenen Reihen

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Will 2020 gegen Trump antreten: Republikaner Bill Weld Bild: EPA

Bill Weld war Gouverneur von Massachusetts und nannte Trump einst einen „Schulhof-Rabauken“. Jetzt bewirbt er sich selbst um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Viele Chancen hat er bei der Basis aber wohl nicht.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump bekommt bei seinem Rennen für eine zweite Amtszeit im Weißen Haus Konkurrenz aus der eigenen Partei. Der frühere Gouverneur des Ostküstenstaats Massachusetts, Bill Weld, kündigte am Montag an, sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner zu bewerben. „Amerika hat die Wahl“, heißt es in einem auf Twitter veröffentlichten Video. „Ein besseres Amerika beginnt hier.“

          In dem rund zweiminütigen Video wird auf die Erfolge Welds in seiner Zeit als Gouverneur von Massachusetts in den neunziger Jahren verwiesen. Zugleich geht das Video hart mir Trump ins Gericht: Es thematisiert unter anderem frühere frauenfeindlich Äußerungen Trumps und sein unerfülltes Wahlversprechen, Mexiko werde für den Bau einer Grenzmauer zahlen.

          Weld, der Trump als „Schulhof-Rabauken“ bezeichnet hat, setzt auf die Unzufriedenheit einiger Republikaner mit dem politischen Kurs, dem Auftreten und vielen Äußerungen des Präsidenten. Allerdings hat der frühere Gouverneur kaum Aussichten auf Erfolg – bei der republikanischen Basis erfreut sich Trump weiterhin großer Beliebtheit.

          Weld war vom 1991 bis 1997 Gouverneur von Massachusetts. Später wechselte er von den Republikanern zur Libertären Partei, für die er 2016 als Vizepräsidentschaftskandidat antrat. Erst im Februar kehrte Weld zu den Republikanern zurück. Welds offizielle Ankündigung war seit Monaten erwartet worden, denn er hatte schon im Februar bekannt gegeben, ein sogenanntes Explorationskomitee zu gründen, um seine Chancen auszuloten.

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