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Vorwahlen in Nevada : Wer kann Bernie Sanders aufhalten?

  • -Aktualisiert am

Bernie Sanders hat bewiesen, dass er nicht nur von weißen Studenten, Lehrern und Arbeitern gewählt wird. Bild: AFP

Der Sozialist setzt seinen Durchmarsch bei den Vorwahlen der Demokraten in Nevada fort. Das Lager der Moderaten giftet gegen den Kandidaten – und ist selbst gespalten.

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          Für Bernie Sanders stand schon vor seinem Erfolg in Nevada fest: „Ich habe Neuigkeiten für das republikanische Establishment. Ich habe Neuigkeiten für das demokratische Establishment. Sie können uns nicht aufhalten.“ Der Tweet des sozialistischen Präsidentschaftsbewerbers sollte seinen klaren Sieg im Westen Amerikas vorwegnehmen. Er warf zugleich ein Licht darauf, was der Partei bevorsteht, sollte Sanders weiter durchmarschieren.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Als am Samstagabend die ersten Ergebnisse vom „Caucus“ bekanntwurden, die so eindeutig waren, dass Sanders schnell zum Sieger erklärt wurde, befand sich der Kandidat schon im texanischen San Antonio. Er hatte den übernächsten Wahltag im Blick. Nach South Carolina in der nächsten Woche folgt Anfang März der „Super Tuesday“. Dann wird in 14 Bundesstaaten gewählt, darunter in Texas. In Nevada lag Sanders nach Auszählung von sechzig Prozent der Stimmbezirke mit 46 Prozent vorn. Zweieinhalb Siege konnte er somit inzwischen verbuchen: Im „Caucus“ von Iowa gewann er die meisten Stimmen, der Moderate Pete Buttigieg lag indes bei den Wahlbezirken vorn. In der Vorwahl in New Hampshire siegte er knapp, in Nevada nun deutlich.

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