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Angst um seine Wiederwahl : Warum Trump Briefwähler beschimpft

  • -Aktualisiert am

Donald Trump weiß: je weniger Wähler ihre Stimme abgeben, desto besser für ihn Bild: AFP

Für Donald Trump sind fast alle Menschen, die per Briefwahl ihre Stimme abgeben, potentielle Lügner und Betrüger. Für ihn wäre eine höhere Wahlbeteiligung ein Problem.

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          „Weil ich das darf!“ Mit diesem Satz verteidigte sich Präsident Donald Trump im März, als er per Brief an der Vorwahl in Florida teilnahm. Alle anderen würde er vom Wählen per Post am liebsten abhalten.

          Jetzt, wo es durch das Coronavirus einen so überzeugenden Grund für flächendeckende Briefwahl gibt, fühlt sich Donald Trump offenbar besonders bedroht. Er weiß: Wenn Hunderttausende, vielleicht Millionen einfach nur einen Brief einwerfen müssten, würden sie plötzlich zur Wahl gehen.

          In dem Bundesstaat Michigan hatte die Regierung eigentlich eine gute Idee: Sie versandte schon einmal 7,7 Millionen Briefwahlunterlagen, um auf die Wahl im Herbst bestens vorbereitet zu sein. Das sei „illegal“, schimpfte Trump bei Twitter. Die verantwortliche Ministerin für innere Angelegenheiten, die Trump nicht mit Namen nannte, sei „wild geworden“ und habe sich ohne Autorisierung „auf den Weg des Wahlbetrugs“ gemacht. Mit Gouverneurin Gretchen Whitmer befand sich Trump schon auf dem Höhepunkt der Corona-Krise in einem Dauerkonflikt – sie kritisierte sein Krisenmanagement und war ihm allgemein nicht unterwürfig genug. Trump wiederum  feuerte die Demonstranten an, die mit der Waffe in der Hand ein Ende der Schutzmaßnahmen gegen das Virus forderten.

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