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Wahlausgang in Amerika : Merkel bietet Trump Zusammenarbeit an

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Wirkt nicht amüsiert über den Verlauf der Wahlnacht in Amerika: Bundeskanzlerin Angela Merkel kommentiert in Berlin den Wahlsieg Donald Trumps. Bild: AFP

Trotz ihrer Vorliebe für Hillary Clinton ist Kanzlerin Merkel mit versöhnlichen Worten auf den künftigen amerikanischen Präsidenten zugegangen. Besorgt und kritisch kommentierte hingegen Außenminister Steinmeier den Sieg Trumps.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump zur Wahl gratuliert und ihm eine enge politische Partnerschaft angeboten. Zugleich erinnerte sie Trump  angesichts der wirtschaftlichen und militärischen Stärke der Vereinigten Staaten an dessen Verantwortung für die weltweite Entwicklung.

          Merkel rief Trump indirekt zur Einhaltung demokratischer Grundwerte auf. „Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, eine enge Zusammenarbeit an“, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin. Ausdrücklich verwies die Kanzlerin auf die gemeinsame Wertebasis zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten und nannte „Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung“.

          Anders als Merkel äußerte sich Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) besorgt über Trump als künftigen amerikanischen Präsidenten. Er sieht  nach dem Wahlsieg Trumps Unsicherheiten auf Deutschland zukommen. „Die Bedeutung des Wahlausgangs auch für uns ist überhaupt nicht zu unterschätzen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass amerikanische Außenpolitik für uns in der nächsten Zeit weniger vorhersehbar sein wird. Ich will nichts schön reden: Nichts wird einfacher, vieles wird schwieriger“, sagte der SPD-Politiker. „Aber ich bin mir sehr bewusst, dass funktionierende transatlantische Beziehungen so etwas wie das Fundament des Westens sind. Und deshalb dürfen wir dieses Fundament nicht preisgeben.“

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