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Wegen E-Mail-Affäre : Angehörige von Bengasi-Opfern verklagen Clinton

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Patricia Smith, Mutter eines Opfers von Bengasi, bei ihrer Rede auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner am 18. Juli. Bild: AFP

Bei einem Anschlag auf das amerikanische Konsulat in Bengasi kamen 2012 vier Amerikaner ums Leben. Damals war die demokratische Präsidentschaftskandidatin Clinton Außenministerin. Nun muss sie sich vor Gericht verantworten.

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          Angehörige zweier Todesopfer eines Angriffs auf das amerikanische Konsulat im libyschen Bengasi im Jahr 2012 verklagen nach Medienberichten die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Die Mutter eines damals getöteten Amerikaners und der Vater eines zweiten Amerikaners reichten am Montag an einem Bundesgericht gemeinsam Klage wegen widerrechtlicher Tötung und Verleumdung gegen Clinton ein, wie amerikanische Medien unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichteten.

          Patricia Smith und Charles Woods werfen Clinton demnach unter anderem vor, die Nutzung eines privaten Servers für zum Teil vertrauliche Dienst-Emails durch die damalige Außenministerin habe die Terrorattacke direkt verursacht.

          Während ihrer Zeit als Außenministerin von 2009 bis 2012 nutzte Clinton einen privaten E-Mail Server für ihre Regierungsaufgaben und politische Kommunikation. Knapp 30.000 der teils privaten Mails leitete sie an das amerikanische Außenministerium weiter. Für die Nutzung des privaten Servers hatte sie sich damals keine Erlaubnis eingeholt.

          Viele Republikaner wollen Hillary Clinton im Gefängnis sehen.

          Die Republikaner versuchen seit Jahren, die Demokratin persönlich für den Angriff in Bengasi verantwortlich zu machen. Dabei waren vier Amerikaner gestorben, darunter der Botschafter Chris Stevens. Allerdings ergab keine einzige der vielen Untersuchungen und Kongressanhörungen einen Anhaltspunkt dafür, inwiefern die E-Mail-Affäre mit dem Anschlag von Bengasi zusammengehören könne. Nick Mill, ein Sprecher der demokratischen Präsidentschaftskandidatin sagte in einem Statement, neun verschiedene Untersuchungen hätten kein Fehlverhalten Clintons belegen können. Gleichzeitig bekräftigte er aber das Mitgefühl mit den Opfern des Terroranschlages von vor vier Jahren. Beim Nominierungsparteitag der Republikanischen Partei im Juli sagte Smith in einer Rede, sie gebe Clinton persönlich die Schuld für den Tod ihres Sohnes. Die Kandidatin gehöre dafür ins Gefängnis.

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