https://www.faz.net/-gpf-9guzl

Amerikanische Südgrenze : Soldaten dürfen nicht auf illegale Einwanderer schießen

  • Aktualisiert am

Amerikanische Soldaten hinter dem Grenzzaun zu Mexiko Bild: AP

5800 Soldaten hat Trump an die Grenze zu Mexiko beordert. Sie dürfen allerdings nur Schlagstöcke einsetzen, um illegale Grenzübertritte zu verhindern.

          1 Min.

          Die amerikanischen Soldaten an der Grenze zu Mexiko sollen bei Zwischenfällen mit Migranten aus Zentralamerika nur Schlagstöcke einsetzen dürfen. Verteidigungsminister Jim Mattis sagte am Mittwoch, Zoll und Grenzschutz könnten Soldaten zur Verstärkung anfordern, sollten Flüchtlinge gewaltsam einen Grenzübertritt versuchen. Die Soldaten seien dann aber nicht bewaffnet. „Es werden vermutlich Angehörige der Militärpolizei sein, die mit Schutzschilden und Schlagstöcken ausgestattet sind“, sagte Mattis, „keine Schusswaffen.“

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat angesichts der Flüchtlingsmärsche von Zentralamerika Richtung Vereinigte Staaten knapp 5800 Soldaten an die Grenze zu Mexiko geschickt. Trump hatte vor den Kongresswahlen am 6. November massiv Stimmung gegen die Migranten gemacht und von einer „Invasion“ gesprochen. Zwischenzeitlich hatte der geäußert, die Soldaten könnten auf Flüchtlinge schießen, sollten diese Steine werfen.

          Mattis zufolge sind derzeit genau 5764 Soldaten an der Grenze zu Mexiko eingesetzt. Die Kosten des Einsatzes werden auf 72 Millionen Dollar geschätzt. Der Verteidigungsminister sagte aber, die Zahl werde voraussichtlich noch steigen.

          Nach Angaben des mexikanischen Innenministeriums durchqueren derzeit 8000 Menschen aus El Salvador, Guatemala und Honduras in verschiedenen Flüchtlingsmärschen Mexiko, um in die Vereinigten Staaten zu gelangen. In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana sind nach Angaben der dortigen Behörden inzwischen 4000 Menschen angekommen.

          Weitere Themen

          FPÖ schließt Strache aus Partei aus

          Österreich : FPÖ schließt Strache aus Partei aus

          Zuvor hatte seine Parteimitgliedschaft schon geruht. Jetzt wurde Strache nach Veröffentlichung des Ibiza-Videos offiziell aus der FPÖ ausgeschlossen. Doch unter neuer Flagge könnte er schon bald in die Politik zurückkehren.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.