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Amerikanische Präsidentschaft : Trump spricht von Wahlmanipulation

  • Aktualisiert am

Trump bei einem Wahlkampfauftritt. Bild: AP

Donald Trump behauptet weiterhin, die Wahl werde manipuliert. Republikaner stellen sich entschieden gegen ihn. Jetzt taucht ein bisher unveröffentlichtes Video auf, in dem er seine promiskuitive Phase mit einem Einsatz im Vietnamkrieg vergleicht.

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          Die Umfragen stehen schlecht für Donald Trump. Grund genug für seine Anhänger zu behaupten, die Präsidentschaftswahl werde manipuliert. Manche seiner Anhänger wollen rot gekleidet besonders auffallen – damit ihre Stimmen nicht ignoriert werden können.

          Trump hat solche Gerüchte nie zurückgewiesen. Jetzt befeuert er sie selbst: Die Wahl sei schon jetzt manipuliert und die Medien veröffentlichten falsche Zahlen, schreibt er bei Twitter. An anderer Stelle schreibt der Präsidentschaftskandidat, Clinton müsste im Gefängnis sitzen. Stattdessen kandidiere sie für das Amt des Präsidenten und manipuliere eine Wahl. Bei einem Auftritt in Maine wiederholte er immer wieder den Satz: „Das System ist manipuliert“.

          Diese Vorwürfe teilen einflussreiche Vertreter seiner eigenen Partei nicht: Paul Ryan hat Trumps Behauptung zurückgewiesen, dass die Präsidentenwahlen zugunsten seiner Rivalin Hillary Clinton manipuliert würden. Ryan habe „volles Vertrauen, dass die einzelnen Staaten diese Wahl mit Integrität ausführen werden“, erklärte Sprecherin AshLee Strong.

          Trump hatte nach jüngsten Sex-Vorwürfen mehrerer Frauen wiederholt vor allem die Medien beschuldigt, sich gegen ihn verschworen zu haben, um ihn an einem Wahlsieg zu hindern. Unterdessen ist ein weiteres Video aufgetaucht, in dem sich Trump abfällig über Frauen und zugleich Vietnam-Veteranen äußert.

          In seinen Single-Jahren ein „tapferer Soldat"

          In einem bisher unveröffentlichten Interview aus dem Jahr 1997 sagte Trump, er sei in seinen Jahren als Single ein „tapferer Soldat" gewesen, weil er sich in jener Zeit in der Datingszene besonderen Herausforderungen ausgesetzt sah. Damals hätten Geschlechtskrankheiten grassiert und er verglich die Situation gar mit dem Vietnamkrieg: “Es ist eine gefährliche Welt da draußen“, so Trump in dem Interview. „Das war praktisch mein persönliches Vietnam“. Trump selbst war nicht im Vietnamkrieg gewesen, wofür er sich laut dem Interview mit Howard Stern aus dem Jahr 1997 auch nicht schuldig fühle. Im Jahr 2015 korrigierte er diese Ansicht allerdings während einer Vorwahlveranstaltung in New Hampshire.

          Die Affäre hatte begonnen, als die „Washington Post“ vor gut einer Woche eine heimliche Aufzeichnung aus dem Jahr 2005 veröffentlicht hatte, in der Trump sich in vulgären Worten mit Übergriffen gegen Frauen brüstet. Kurz danach meldeten sich mehrere Frauen zu Wort, die Trump sexuelle Belästigung vorwarfen.

          „Niemand hat mehr Respekt vor Frauen als ich“, führte Trump als Verteidigung an. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Charlotte am Wochenende hatte sich Trump als „Opfer einer der größten politischen Schmutzkampagnen in der Geschichte unseres Landes" bezeichnet.

          Wie sehr Trump unter Druck steht, zeigen auch seine neuen Angriffe auf Clinton: Er sagte am Samstag, Clinton habe vor der zweiten TV-Debatte Aufputschmittel genommen. Trump forderte einen Dopingtest vor der nächsten Begegnung. Am kommenden Mittwoch findet die dritte und letzte TV-Debatte statt.

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