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Amerikanische Notenbank : Powell gilt als Trumps Favorit

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Jerome Powell werden gute Chancen auf die Nachfolge von Fed-Chefin Janet Yellen nachgesagt. Bild: Reuters

Der amerikanische Präsident Trump kündigt an, dass er kommende Woche über die Führung der Fed entscheiden werde. Eine weitere Amtszeit für die jetzige Notenbankchefin Yellen ist fraglich.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump will in der kommenden Woche bekanntgeben, wen er als künftigen Chef der Zentralbank der Vereinigten Staaten nominiert. „Die Menschen erwarten bange meine Entscheidung“, sagte Trump am Freitag in einem Instagram-Video. „Ich werde es zu irgendeinem Zeitpunkt nächste Woche verkünden.“ Der Präsident bricht in einer Woche zu einer Asienreise auf. Der vom ihm nominierte Kandidat muss noch vom amerikanischen Senat bestätigt werden.

          Notenbankdirektor Jerome Powell, der bereits seit 2012 der Fed-Führung angehört, hat nach Medieninformationen im Rennen um den künftigen Chefposten die Nase vorn. Präsident Donald Trump favorisiere ihn für die Nominierung, berichtete die Finanzagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mehrere Insider. Trump hatte Powell sowie den Ökonomen John Taylor in die engere Wahl genommen. Zugleich sagte er aber auch, er schätze die jetzige Chefin Janet Yellen. Deren Amtszeit läuft Anfang Februar 2018 aus.

          Mit dem 64-jährigen Powell würde ein Währungshüter an die Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt rücken, der bereits seit Jahren in deren Führungsetage sitzt. „Als Chef dürfte er wohl die Politik der schrittweisen Normalisierung der Geldpolitik fortsetzen, die Amtsinhaberin Janet Yellen eingeleitet hat“, hatten die Volkswirte der UniCredit vor kurzem prognostiziert. Yellen und ihre Kollegen haben die Zügel nach einer jahrelange Nullzinsphase angesichts des anhaltenden Aufschwungs in den Vereinigten Staaten stufenweise gestrafft – auf das aktuelle Leitzinsniveau von 1,0 bis 1,25 Prozent. Sie will es bis zum Jahresende weiter erhöhen, falls es die Konjunkturlage zulässt.

          Kompromisskandidat der politischen Lager

          Experten hatten bereits in den vergangenen Tagen Powell als wahrscheinlichsten Kandidaten bezeichnet. Der Jurist und frühere Investmentbanker ist im Führungsgremium der einzige Republikaner – ebenso wie Trump. Da Powell wohl eher eine Linie wie Yellen fahren würde, die von den Demokraten mitgetragen wurde, gilt er als Kompromisskandidat, der bei in beiden politischen Lagern Anklang finden könnte. Zugleich ist er für eine Lockerung der Dodd-Frank-Gesetze offen: Dieses Regelwerk war die zentrale Lehre aus der Finanzkrise, in der Banken mit Steuermilliarden vor dem Aus bewahrt wurden. Trump hält die Regeln jedoch für überzogen, da sie die Wirtschaft zu stark bremsten.

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