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Amerika : Trump schickt China verspätete Neujahrsgrüße

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Das Jahr des Hahnes hat in China am 28. Januar begonnen. Bild: AFP

In China gehen die Feiern zum neuen Jahr ihrem Ende entgegen – und erst jetzt trudeln Glückwünsche aus Amerika ein. In seinem Brief schlägt Präsident Trump versöhnliche Töne gegenüber Peking an.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat nach massiver Kritik im Wahlkampf versöhnliche Töne gegenüber China angeschlagen. In einem Brief an den chinesischen Staatschef Xi Jinping erklärte Trump am Mittwoch nach Angaben des Weißen Hauses, er wolle „ein konstruktives Verhältnis“ mit China entwickeln, das den Interessen beider Staaten diene.

          Trumps scharfe Angriffe auf China im Wahlkampf und nach seinem Sieg hatten in Peking für Verstimmung gesorgt. Trump hatte Peking unfaire Handelspraktiken vorgeworfen und mit Strafzöllen auf chinesische Importe gedroht. Er kritisierte auch Chinas Territorialansprüche im Südchinesischen Meer. Außerdem telefonierte er kurz nach seiner Wahl mit der Regierungschefin von Taiwan. Die chinesische Regierung forderte Trump seitdem mehrmals eindringlich dazu auf, am bisherigen Kurs der „Ein-China-Politik“ festzuhalten. Dieser Kurs sei das „politische Fundament“ für die zukünftigen Beziehungen. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und beansprucht für sich, der einzig legitime Interessenvertreter Chinas zu sein.

          In dem Brief übermittelte Trump dem chinesischen Präsidenten auch Glückwünsche zum chinesischen Neujahrsfest – allerdings mit deutlicher Verspätung. Das Jahr des Hahnes hatte schon am 28. Januar begonnen. Statt eines seit Tagen erwarteten Anrufs schickte Trump nun den Brief, in dem er dem chinesischen Volk seine Grüße zum Laternenfest an diesem Samstag ausrichtete. Mit diesem Termin enden in China die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel.

          Während Trump seit seinem Amtsantritt vor knapp drei Wochen bereits mit etwa 20 Staats- und Regierungschefs telefoniert hat, kam es bisher nicht zu einem Gespräch mit dem Präsidenten der zweitgrößten Wirtschaftsnation China. Xi Jinping hatte Trump im November kurz nach dessen Wahl telefonisch gratuliert.

          Die Neujahrsgrüße mit so großer Verspätung zum Ende der zweiwöchigen Feiern zu übermitteln, ist in China unüblich und kann als respektlos gewertet werden. Positiv war in China aber aufgenommen worden, dass Trumps Tochter Ivanka einen Neujahrsempfang in Chinas Botschaft in Washington besucht und ein Video verbreitet hatte, in dem ihre fünfjährige Tochter ein Lied auf Chinesisch zum Neujahrsfest singt.

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