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Andreas Ross (anr.)

Amerika-Kommentar : Muellers Puzzle

  • -Aktualisiert am

Robert Mueller, früherer FBI-Direktor und derzeit Sonderermittler in der Russland-Affäre Bild: dpa

Für viele Amerikaner steht fest, dass das „Establishment“ Donald Trump mit Robert Mueller einen „Hexenjäger“ auf den Hals gehetzt habe. Der Debatte tut das nicht gut.

          Selbst gut informierten Amerikanern schwirrt der Kopf, wenn es um die „Russland-Untersuchung“ geht. Die Handvoll Puzzlestücke, die Sonderermittler Robert Mueller bisher preisgab, ergeben noch kein Bild. Es sei denn, man füllt die Lücken mit Vorurteilen.

          Für viele Bürger steht längst fest, dass das „Establishment“ Donald Trump einen „Hexenjäger“ auf den Hals gehetzt habe – oder dass Moskau einen Verbrecher im Weißen Haus installiert habe. Der Debatte tut das nicht gut.

          Es spricht aber für Mueller, dass fast nichts durchsickert. Zuletzt verriet immerhin ein Gerichtsprotokoll, dass Trumps zwischenzeitlicher Wahlkampfmanager Paul Manafort von 2016 bis 2018 mit einem russischen Emissär Gespräche über einen Ukraine-Deal geführt haben soll.

          Offenbar erörterten die Männer, ob der 2014 in Kiew gestürzte und nach Russland geflohene Präsident Viktor Janukowitsch, ein alter Mandant Manaforts, als Herrscher über die Ostukraine eingesetzt werden könnte. Auch das ist bloß ein Puzzlestück. Die faktische Härte der Trump-Regierung gegenüber Moskaus Ukraine-Politik ist ein anderes.

          Andreas Ross

          Redakteur in der Politik.

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