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Wahl in Amerika : Ärztin: Clinton weiterhin fit genug

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Hillary Clinton am 9. September in einer Bücherei in New York. Zwei Tage später erlitt die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten einen Schwächeanfall. Bild: AP

Die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, will die Diskussion um ihren Gesundheitszustand beenden und veröffentlicht ein ärztliches Attest. Das setzt Trump unter Zugzwang: Der Republikaner outet sich als Schwergewicht.

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          Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist nach Einschätzung ihrer Ärztin gesundheitlich fit für das höchste Amt im Staat. Das geht aus einer Stellungnahme der Medizinerin Lisa Bardack hervor, die Clintons Kampagne am Mittwoch veröffentlichte. Die 68 Jahre alte Clinton „bleibt weiterhin gesund und fit genug, um als Präsidentin der Vereinigten Staaten zu dienen“, schrieb Bardack zur Gesundheit der früheren Außenministerin. Ihre Werte seien „normal“ und sie sei in „exzellenter geistiger Gesundheit“. Ihre Ärztin erklärte weiter, Clinton leide unter einer „leichten, nicht ansteckenden“ Lungenentzündung. Dank Antibiotika und Ruhe erhole sie sich aber gut. Die Demokratin musste wegen der Krankheit ihren Wahlkampf in den vergangenen Tagen unterbrechen.

          Clinton hatte am Sonntag eine Gedenkfeier zum 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September in New York vorzeitig verlassen. Beim Einsteigen in ein Auto wurde sie gestützt. Kurz danach teilte ihre Ärztin mit, bei Clinton sei bereits zwei Tage vorher eine Lungenentzündung festgestellt worden. Ihr Team hatte zunächst von einer „Überhitzung“ der Politikerin gesprochen. Clinton sah sich deswegen Vorwürfen ausgesetzt, sie habe nicht transparent genug gehandelt.

          Gerüchte über Clintons Gesundheit

          Der Vorfall heizte zudem Spekulationen um ihre körperliche Fitness an. Ihr republikanischer Konkurrent Donald Trump und andere Republikaner streuen seit Wochen, dass Clinton auch aus gesundheitlichen Gründen ungeeignet sei, die Präsidentschaft zu übernehmen, ohne dies aber zu belegen.

          In einer zweiseitigen Erklärung bescheinigte ihre Ärztin Clinton nun, gesund zu sein. Bei mehreren Routineuntersuchungen in diesem Jahr seien ihre Blutwerte stabil gewesen. Clinton hatte zuletzt im Juli 2015 Informationen zu ihrem Gesundheitszustand veröffentlicht.

          Die Lungenentzündung war am vergangenen Freitag diagnostiziert worden. Clinton erhole sich gut von der Erkrankung, erklärte Bardack. Sie nehme deswegen noch Antibiotika und ruhe sich aus. Die Demokratin wollte am Donnerstag wieder in den Wahlkampf einsteigen.

          Mit der Veröffentlichung der Informationen setzte sie Trump unter Zugzwang. Der hatte nach dem Wirbel um Clintons Lungenentzündung rasch „sehr, sehr detaillierte“ Angaben zu seiner Gesundheit angekündigt – und zwar in der Fernsehsendung „Dr. Oz Show“, die am Mittwoch aufgezeichnet wurde und am Donnerstag gesendet werden soll.

          Dort wurde bekannt, dass sich Donald Trump nach eigenem Bekunden allerbester Gesundheit erfreut, aber recht gerne 15 Pfund abnehmen würde. Angeblich hat der Kandidat einen Body-Mass-Index (BMI) von über 30. Damit wäre er laut Weltgesundheitsorganisation fettleibig, aber in Amerika keineswegs nicht alleine.

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