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Unberechenbare Außenpolitik : Zum Schaden Amerikas

  • -Aktualisiert am

Amerikas Feinde würden stärker, wenn Washington gemeinsame Sache mit ihnen mache, sagte Mike Pompeo in Kairo. Warum verhält sich Donald Trump dann genau so?

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          Die Botschaft hört man wohl, aber der Glaube fehlt schon lange. Wenn der amerikanische Außenminister Mike Pompeo, wie jetzt in Kairo, grundsätzliche Bemerkungen zur Außenpolitik der Vereinigten Staaten macht, dann heißt das – nichts. Denn wie sagte doch Pompeo: Washington werde sich nicht aus dem Nahen Osten zurückziehen, es werde den Kampf gegen den IS und andere Terrororganisationen fortsetzen.

          Tags darauf wird bekannt, dass der Rückzug eben doch begonnen hat. Ob dieser bis zur letzten Konsequenz zu Ende geführt wird? Man weiß es nicht. Pompeo wollte in Kairo den ehemaligen Präsidenten Obama kritisieren. Aber wie steht eigentlich Donald Trump im Lichte von Bemerkungen wie dieser da: Man habe gesehen, sagt Pompeo mit Recht, dass amerikanischen Rückzügen Chaos folge, dass Amerikas Feinde stärker würden, wenn Washington gemeinsame Sache mit ihnen mache.

          Genau so ist es, aber genau so verhält sich der gegenwärtige Präsident. Seit wann bedeutet „America first“ eigentlich, dass der Präsident in erster Linie Amerika Schaden zufügt?!

          Peter Sturm
          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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