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Abschied aus einem Swing State : Trump gibt sich in Virginia offenbar geschlagen

  • Aktualisiert am

Noch im August trat Trump in Virginia auf. Bild: dpa

Virginia ist einer der wichtigen amerikanischen Staaten mit vielen Wechselwählern. Der republikanische Kandidat hat ihn aber anscheinend dennoch schon aufgegeben. Einer seiner früheren Mitarbeiter findet dafür deutliche Worte.

          Donald Trump will nach amerikanischen Medienberichten seinen Wahlkampf im wichtigen Wechselwähler-Staat Virginia beenden. Der Republikaner Trump liegt dort laut Umfragen klar hinter seiner demokratischen Kontrahentin Hillary Clinton zurück. Eine offizielle Bestätigung gibt es derzeit noch nicht.

          Corey Stewart, Trumps gefeuerter Wahlkampfmanager in Virginia, hält den Schritt für falsch. „Zieht Euch nicht aus Virginia zurück“, schrieb er auf Facebook. „Tausende getreuer Freiwilliger haben Millionen Stunden damit zugebracht, von Tür zu Tür zu ziehen und Telefonanrufe zu tätigen.“ Der Sender NBC zitierte ihn mit den Worten: „Ich halte es für verfrüht, nach so viel Arbeit die Kampagne in Virginia abzubrechen.“

          Der Sender NBC beruft sich auf drei Quellen aus dem Trump-Lager. Die Entscheidung sei am Mittwochabend während einer Telefonkonferenz verkündet worden, heißt es. Trump werde sich nun auf die Staaten Pennsylvania, Florida, North Carolina und Ohio konzentrieren. Auch das „Wall Street Journal“ und der Sender „ABC News“ berichteten über die Entscheidung. Ein anderer Mitarbeiter sagte NBC jedoch: „Es gab Gespräche darüber, die Ressourcen zu verschieben. Aber es gab noch keine entgültige Entscheidung.“

          Laut einer Umfrage des Roanoke College führte Clinton in Virginia zuletzt mit 9 Prozentpunkten. Sie hatte sich mit Tim Kaine einen Vizepräsidentschaftskandidaten aus Virginia ausgewählt, um den wichtigen Bundesstaat für sich zu sichern. Aus Virginia kommen 13 Wahlmänner; 270 Wahlmänner sind nötig, um die Präsidentenwahl am 8. November zu gewinnen.

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