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Trump-Putin-Kommentar : Vages Versprechen von Helsinki

  • -Aktualisiert am

Handschlag in Helsinki: Donald Trump (links) und Wladimir Putin Bild: AP

Die Pressekonferenz von Putin und Trump hat das Thema Nord Stream 2 etwas in den Hintergrund gerückt. Aber auch hier hat sich der russische Präsident eine Hintertür offen gelassen.

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          In der Aufregung über die Pressekonferenz der Präsidenten Trump und Putin ist ein Thema etwas untergegangen. Trump hatte Deutschland einen „Gefangenen Russlands“ genannt, weil Berlin unbeirrt das politisch zumindest fragwürdige Pipelineprojekt Nord Stream 2 weiter verfolgt. Im Zusammenhang mit russischen Gaslieferungen nach Mittel- und Westeuropa ist Putin seinem neuen Freund verbal ein wenig entgegengekommen. Er trat Befürchtungen entgegen, Russland wolle durch Projekte wie Nord Stream 2 die Ukraine vollständig isolieren.

          Russland sei bereit, den Vertrag über den Transit russischen Erdgases durch die Ukraine zu verlängern, sagte Putin. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich die beteiligten Unternehmen vor dem Schiedsgericht in Stockholm einig würden. Da auf russischer Seite zwar formal Unternehmen, de facto aber der Staat am Tisch sitzt, könnte man also einigermaßen beruhigt sein. In Russland gilt das Wort des Präsidenten. Da dieser sich aber auch hier eine Hintertür offen gelassen hat, wird das vermeintliche Zugeständnis gleich wieder entwertet.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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