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Trotz Polizeisperre : Braunkohle-Gegner stürmen Tagebau Garzweiler

  • Aktualisiert am

Polizisten nehmen einen der Aktivisten fest. Bild: dpa

Hunderte Aktivisten sind in den Braunkohletagebau Garzweiler eingedrungen und haben einen Bagger lahmgelegt. Die Polizei griff zum Pfefferspray.

          Mehrere hundert Umweltaktivisten sind am Samstag in den Braunkohle-Tagebau im rheinischen Garzweiler eingedrungen. Weil eine Gruppe am Vormittag in die Nähe eines Baggers gelangen konnte, wurde dort der Betrieb gestoppt, wie ein Sprecher der Betreibers RWE bestätigte. Einige Demonstranten setzten sich auf die Ketten des Baggers. Die Polizei in Düren teilte mit, die Demonstranten hätten zuvor eine Polizeisperre durchbrochen. Die Polizisten setzten unter anderem Pfefferspray ein.

          Zu dem Protest hatte das Aktionsbündnis „Ende Gelände“ aufgerufen. Die „Aktion zivilen Ungehorsams“ richtet sich demnach gegen „den größten Kohlendioxid-Verursacher Europas - die Tagebaue im rheinischen Braunkohlerevier bei Köln“. Auf der Website der Aktivisten heißt es weiter: „Im Kampf um die Energiewende verhindert die Kohlelobby gerade die zaghaften Versuche die schmutzigsten Braunkohlekraftwerke abzuschalten, während Frau Merkel versucht uns mit ihrer Klimashow beim G7-Gipfel Sand in die Augen zu streuen und auf das Ende des Jahrhunderts vertrösten will.“

          Dieser Bagger ist lahmgelegt. Bilderstrecke

          Der Bagger in dem Tagebau-Loch ist etwa 80 Meter hoch und 200 Meter lang. Der RWE-Sprecher sagte, man habe Schilder aufgehängt mit dem Hinweis, dass der Tagebau ein Betriebsgelände sei. „Es handelt sich um eine Industrieanlage mit Gefahrenpotenzial.“ Er wertete die Aktion als Hausfriedensbruch.

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