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Trotz Coronavirus-Pandemie : Manöver in Europa finden wieder statt

Ein Bild der amerikanischen Marine zeigt Kriegsschiffe der Nato am 8. Juni auf dem Weg zum Manöver „Baltops2020“. Bild: EPA

Tausende Soldaten der Nato-Staaten üben nach Monaten des Wartens wieder gemeinsam. Das Coronavirus sorgt aber weiterhin für Einschränkungen.

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          In der Ostsee hat das Nato-Manöver „Baltops2020“ begonnen, an dem Luft- und Seestreitkräfte aus 19 Nato-Staaten teilnehmen. Insgesamt sind 29 Schiffe, mehr als zwei Dutzend Flugzeuge und rund 3000 Soldaten an der jährlichen Übung beteiligt. Damit wird auch in der Ostseeregion der Übungsbetrieb des westlichen Bündnisses wieder aufgenommen. Wegen der andauernden Corona-Einschränkungen werden die Manöver aber ausschließlich zur See und in der Luft stattfinden. Geführt wird das Manöver nicht von einem Schiff aus, wie sonst üblich, sondern im Hauptquartier der maritimen Nato-Kräfte in Lissabon. Das See-Luft-Manöver soll bis Dienstag dauern.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Zur gleichen Zeit beginnt in Polen das Landmanöver „Defender Europe20“, bei dem rund 4000 amerikanische Soldaten gemeinsam mit 2000 Polen üben. Trainiert wird unter anderem die Verlegung von Ausrüstung, die bereits im Rahmen des später abgesagten amerikanischen Großmanövers „Defender2020“ nach Europa transportiert worden war. Die beiden Übungen sind nur ein kleiner Teil der üblichen Nato-Aktivitäten, die für die erste Jahreshälfte dieses Jahres geplant waren, dann aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden.

          Nach anfänglichem Zögern hatte auch Russland die meisten Manöver seiner Streitkräfte abgesagt oder verschoben. Auf westlicher Seite wurden etwa die Manöver „Allied Spirit“, Saber Strike“ und „Swift Response“ abgesagt. Die Deutsche Marine hat ihr jährliches Ostsee-Manöver „Northern Coasts“ größtenteils abgesagt. Die Marine lädt jeweils ein Partnerland ein, diesmal wäre das Dänemark gewesen. An dem Ostsee-Manöver Anfang September hätten jeweils mehr als drei Dutzend Kriegsschiffe teilnehmen sollen. Allerdings soll stattdessen eine kleinere, multinationale Übung stattfinden.

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