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Treffen von Trump und Putin : Unter Nationalisten

  • -Aktualisiert am

Beim G-20-Treffen 2017 in Hamburg: der amerikanische Präsident Donald Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (links) Bild: Reuters

Die beiden Staatschefs von Amerika und Russland verfolgen eigentlich unterschiedliche Interessen, doch sie eint eine gemeinsame Strategie: Sie nehmen keine Rücksicht auf Verbündete. Darunter dürfte vor allem einer leiden.

          Früher galt einmal der Satz, dass ein gutes Verhältnis zwischen Amerika und Russland im ureigensten Interesse der Europäer liegt. Denn die globale Rivalität zwischen Washington und Moskau wurde zuallererst auf unserem Kontinent ausgetragen.

          Heute allerdings dürften viele europäische Regierungen mit gemischten Gefühlen auf das geplante Treffen von Trump und Putin blicken. Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg werden beide Großmächte von Männern geführt, die Europa schwächen wollen. Die Motive sind verschieden: Trump geht es um Handel, Putin um Geopolitik, aber die Wirkung ist dieselbe. Als praktizierende Nationalisten werden sie wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse von Verbündeten oder Geschäftspartnern nehmen, wenn sie über ihre bilateralen Beziehungen reden.

          Heikel ist vor allem die Frage, wie es in der Ukraine weitergeht. Trump ist hier bisher der Linie seines Vorgängers gefolgt, aber erkennbar nicht aus innerer Überzeugung. Jeder „Deal“, der Putins Zugriff auf das Nachbarland stärken würde, ginge auf Kosten der Sicherheit in Europa.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik (F.A.Z.).

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