https://www.faz.net/-gpf-7o8y3

Trauerfeier in Fort Hood : Obama: „Diese Tragödie reißt Wunden auf“

  • Aktualisiert am

Barack Obama bei seiner Trauerrede auf die erschossenen Soldaten in Fort Hood Bild: AFP

Eine Woche nach dem Amoklauf von Fort Hood gedenkt Amerikas Präsident Obama den Opfern. In seiner Trauerrede spricht er eine unbequeme Wahrheit aus - und eine Mahnung.

          1 Min.

          Eine Woche nach dem Amoklauf auf der  Militärbasis Fort Hood im amerikanischen Bundesstaat Textas hat Präsident Barack Obama gemeinsam mit Hinterbliebenen und Soldaten der Opfer gedacht. „Diese Tragödie reißt die Wunde von vor fünf Jahren auf“, sagte Obama bei der Trauerfeier am Mittwoch. Wieder einmal seien amerikanische Soldaten zu Hause getroffen worden, wo sie eigentlich sicher sein sollten, sagte Obama bei der Zeremonie.

          Am 2. April hatte ein 34 Jahre alter Soldat nach einem Streit mit Kameraden das Feuer eröffnet. Er tötete drei Menschen und verletzte 16 weitere. Anschließend erschoss sich der Täter. Auf dem weltgrößten Militärstützpunkt hatte bereits 2009 ein Militärpsychologe 13 Menschen erschossen und rund 30 weitere verletzt. Wie bei der Trauerfeier 2009, an der Obama ebenfalls teilnahm, waren die Stiefel der Opfer auf Holzsockeln aufgestellt - darüber Gewehr, Helm und Erkennungsmarke sowie Fotos der Soldaten, die im Alter von 37, 38 und 39 Jahren starben.

          Die Soldaten der Army salutieren, während die Nationalhymne abgespielt wird Bilderstrecke
          Die Soldaten der Army salutieren, während die Nationalhymne abgespielt wird :

          „Wir können nie alle Risiken beseitigen“, sagte Obama. Die Vereinigten Staaten müssten aber mehr tun, um Menschen mit psychischen Problemen zu helfen und ihnen den Zugang zu Waffen zu erschweren. Niemals dürften diejenigen gebrandmarkt werden, die den Mut hätten, bei psychischen Problemen Hilfe zu suchen.

          Hunderte Teilnehmer hatten sich zu der Zeremonie versammelt, zu der auch First Lady Michelle Obama sowie Heeresminister John McHugh, Generalstabschef Martin Dempsey und Kongressleute aus Washington angereist waren. Ob der Schütze Ivan Lopez wegen eines Streits mit anderen Soldaten das Feuer eröffnete, bevor er sich selbst tötete, oder ob seine psychischen Probleme der Auslöser waren, bleib auch eine Woche nach dem Amoklauf unklar.

          Weitere Themen

          Keine Audienz beim Papst

          Pompeo in Rom : Keine Audienz beim Papst

          Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo macht keinen Hehl daraus, dass er die China-Politik des Vatikans für falsch hält. Während seines Rom-Besuchs wird er diesmal nur von zwei leitenden Mitarbeitern des Papstes empfangen.

          Topmeldungen

          Trump und Biden am Dienstag bei der ersten Fernsehdebatte.

          Präsidentenwahlkampf : Trump und die „Proud Boys“

          Donald Trump hatte gehofft, die erste Fernsehdebatte werde die Wende im Präsidentenwahlkampf bringen. Doch sein Auftreten hat das Gegenteil bewirkt – ebenso wie seine Äußerungen zu den „Proud Boys“.
          Rupert Stadler sitzt in München im Gerichtssaal.

          Früherer Audi-Chef : Mit der S-Klasse zum Gericht

          Rupert Stadler hat eine neue Rolle: Er muss sich im Diesel-Prozess verantworten. Früher, in seiner Rolle als Vorstandschef der prestigeträchtigen VW-Marke Audi, fand er mehr Gefallen an öffentlichen Auftritten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.