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Terrorgruppe Abu Sayyaf : Entführer des deutschen Seglers auf Philippinen offenbar getötet

  • Aktualisiert am

Philippinische Soldaten auf einem Lastwagen, Anfang April in der Hauptstadt Manila Bild: AFP

Die brutale Ermordung eines deutschen Seglers auf den Philippinen machte international Schlagzeilen. Jetzt verkündet die Armee, dass der Täter getötet wurde.

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          Auf den Philippinen hat die Armee einen mutmaßlichen Anführer der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf getötet, der für die Enthauptung eines deutschen Seglers verantwortlich gewesen sein soll. Der Mann namens Muamar Askali – auch bekannt unter dem Kampfnamen Abu Rami – wurde nach Angaben eines Militärsprechers vom Mittwoch bei Kämpfen zwischen der Armee und Islamisten auf der Ferieninsel Bohol erschossen. Er galt seit Jahren als einer der wichtigsten Akteure von Abu Sayyaf.

          Die Terrorgruppe hatte erst im Februar nach monatelanger Geiselhaft einen 70 Jahre alten deutschen Segler ermordet. Der Mann wurde vor laufender Kamera enthauptet – angeblich, weil kein Lösegeld für ihn gezahlt wurde. Zuvor hatte Abu Sayyaf bereits im November seine deutsche Lebensgefährtin erschossen, die sich ihrer Entführung widersetzte. Das äußerst brutale Vorgehen hatte international Entsetzen ausgelöst.

          Die Terrorgruppe Abu Sayyaf finanziert sich mit Entführungen, auch von Ausländern, seit Jahrzehnten den Kampf für einen eigenen Staat. In ihrer Hand sollen sich aktuell mehr als zwei Dutzend Geiseln befinden. Askali galt als einer ihrer wichtigsten Akteure. Mehrfach trat er auch als Sprecher der Gruppe auf. Er war zuvor schon an Entführungen von Urlaubern beteiligt, auch von Deutschen.

          Askali wurde am Dienstag bei einem stundenlangen Schusswechsel auf der Insel Bohol, etwa 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, getötet. Ein Armeesprecher, General Eduardo Ano, sagte, die Leiche sei erst später identifiziert worden. „Das ist ein schwerer Schlag gegen Abu Sayyaf“, sagte Ano. „Abu Rami war für viel Grausamkeiten verantwortlich.“ Insgesamt gab es bei den Kämpfen mindestens zehn Tote, darunter auch vier Sicherheitskräfte. Vermutet wird, dass die Terrorgruppe auf der Insel Urlauber entführen wollte.

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