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EU-Spitzenkandidat Timmermans : „Junge EVP-Garde sucht nach einer Alternative von rechts“

Der SPD-Spitzenkandidat Frans Timmermans vergangene Woche bei einem Pressegespräch in Berlin. Bild: dpa

Der Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten lehnt es ab, mit der EVP über die Führung einer EU-Kommission zu sprechen – weil deren „junge Garde“ keine Skrupel mehr habe, „mit den Rechtsextremen zusammenzuarbeiten“, sagt Frans Timmermans im F.A.Z.-Interview.

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          Diese Woche ist wieder Brexit-Show auf allen Kanälen. Viele Leute haben die Darbietung inzwischen satt. Sollen die Briten dennoch eine Extrazeit bekommen?

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Das hängt davon ab, was die Briten mit der Extrazeit anfangen wollen. Wenn es keine neuen Vorschläge gibt, dann hat das keinen Sinn. Frau May könnte ja einmal versuchen, über Parteigrenzen hinweg nachzudenken. Bislang hat sie es nicht einmal probiert.

          Sie möchten ja sozialdemokratischer Nachfolger von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden. Was würden Sie anders machen als er?

          Die Lage hat sich grundlegend geändert. Die politische Situation in Europa ist komplizierter geworden. Die beiden großen Volksparteien werden wahrscheinlich keine Mehrheit mehr bekommen. Wir brauchen daher eine progressive Mehrheit im Parlament. Außerdem glaube ich, dass die Arbeit der Kommission transparenter werden muss. Das gilt auch für den Rat der Staats- und Regierungschefs. Die Alternative zur Abschottung ist ein reformiertes Europa. Das heutige Europa ist nicht gut genug.

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