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Brief in der „Times“ : CDU, SPD, Grüne und Wirtschaft fordern Briten zum EU-Verbleib auf

  • Aktualisiert am

Ein Anti-Brexit-Demonstrant hält Plakate vor dem Parlament in Westminster Bild: dpa

Bislang hatten sich deutsche Spitzenpolitiker und Wirtschaftsführer aus der britischen Debatte herausgehalten. Nun schreiben sie: „Tief im Herzen wollen wir, dass sie bleiben.“

          Die Parteivorsitzenden von CDU, SPD und Grünen sowie die Wirtschaftsverbände haben die Briten zum Verbleib in der EU aufgefordert. In einem Brief an die britische Zeitung „The Times“ schrieben sie am Freitag, keine Entscheidung sei unumkehrbar. „Unsere Tür wird immer offen bleiben.“ Der Brief, den unter anderem auch die Chefs von Daimler und Airbus sowie Gewerkschaftsführer wie DGB-Chef Reiner Hoffmann unterschrieben haben, endet mit dem Satz: „Die Briten sollen wissen: Tief im Herzen wollen wir, dass sie bleiben.“ Unterzeichner sind auch die Vorsitzenden der Wirtschaftsverbände BDI, BDA, DIHK und ZDH.

          Der Brief ist ungewöhnlich, weil sich deutsche Spitzenpolitiker bisher aus der britischen Debatte herausgehalten haben. Das ändert sich mit der wachsenden Sorge um einen ungeordneten Brexit seit dem Scheitern des ausgehandelten Austrittsvertrages im britischen Parlament. Organisatoren des Briefes waren der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen, sowie die Grünen-Abgeordnete Franziska Brantner. FDP-Chef Christian Lindner sei angefragt worden, habe den Brief aber nicht mit unterzeichnen wollen, teilte Röttgen auf Anfrage mit.

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