https://www.faz.net/-gpf-9itwo

Brief in der „Times“ : CDU, SPD, Grüne und Wirtschaft fordern Briten zum EU-Verbleib auf

  • Aktualisiert am

Ein Anti-Brexit-Demonstrant hält Plakate vor dem Parlament in Westminster Bild: dpa

Bislang hatten sich deutsche Spitzenpolitiker und Wirtschaftsführer aus der britischen Debatte herausgehalten. Nun schreiben sie: „Tief im Herzen wollen wir, dass sie bleiben.“

          Die Parteivorsitzenden von CDU, SPD und Grünen sowie die Wirtschaftsverbände haben die Briten zum Verbleib in der EU aufgefordert. In einem Brief an die britische Zeitung „The Times“ schrieben sie am Freitag, keine Entscheidung sei unumkehrbar. „Unsere Tür wird immer offen bleiben.“ Der Brief, den unter anderem auch die Chefs von Daimler und Airbus sowie Gewerkschaftsführer wie DGB-Chef Reiner Hoffmann unterschrieben haben, endet mit dem Satz: „Die Briten sollen wissen: Tief im Herzen wollen wir, dass sie bleiben.“ Unterzeichner sind auch die Vorsitzenden der Wirtschaftsverbände BDI, BDA, DIHK und ZDH.

          Der Brief ist ungewöhnlich, weil sich deutsche Spitzenpolitiker bisher aus der britischen Debatte herausgehalten haben. Das ändert sich mit der wachsenden Sorge um einen ungeordneten Brexit seit dem Scheitern des ausgehandelten Austrittsvertrages im britischen Parlament. Organisatoren des Briefes waren der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen, sowie die Grünen-Abgeordnete Franziska Brantner. FDP-Chef Christian Lindner sei angefragt worden, habe den Brief aber nicht mit unterzeichnen wollen, teilte Röttgen auf Anfrage mit.

          Weitere Themen

          Polizei fahndet nach 37-Jährigen Video-Seite öffnen

          Anschlag in Utrecht : Polizei fahndet nach 37-Jährigen

          Nach einem möglicherweise terroristischen Angriff hat die niederländische Polizei ein Haus umstellt, in dem sich der Tatverdächtige verschanzt haben soll. Der mutmaßliche Angreifer hatte zuvor in Utrecht um sich geschossen, mindestens drei Personen sollen gestorben sein.

          Bidens Zöger-Kandidatur

          Präsidentschaftswahlkampf : Bidens Zöger-Kandidatur

          Der frühere Vizepräsident Joe Biden wirft den Demokraten immer wieder Häppchen hin und deutet eine Kandidatur für die Präsidentschaft 2020 an. Doch bislang ist er nicht offiziell im Rennen.

          Topmeldungen

          737-Max-Abstürze : Schulung am iPad statt im Cockpit

          Nach dem zweiten Absturz einer Boeing 737-Max steht die amerikanische Luftfahrtbehörde in der Kritik. Die Zertifizierung wurde offenbar teils an Boeing ausgelagert. Besonders problematisch soll aber etwas anderes gewesen sein.

          Präsidentschaftswahlkampf : Bidens Zöger-Kandidatur

          Der frühere Vizepräsident Joe Biden wirft den Demokraten immer wieder Häppchen hin und deutet eine Kandidatur für die Präsidentschaft 2020 an. Doch bislang ist er nicht offiziell im Rennen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.