https://www.faz.net/-gpf-92tyw

Vorwürfe aus Amerika : Russland unterstützt Taliban angeblich mit Diesel

  • Aktualisiert am

Treibstoff für ihre Fahrzeuge bekommen die Taliban angeblich kostenfrei aus Russland. Bild: AFP

Russland soll den Taliban Treibstoff im Wert von mehreren Millionen jeden Monat kostenlos überlassen. Ein Schatzmeister der afghanischen Islamisten behauptet, sie müssten nur Steuern zahlen.

          Russland soll nach einem Bericht der „Times“ die radikalislamischen Taliban in Afghanistan mit Diesellieferungen im Wert von 2,5 Millionen Dollar monatlich unterstützen. Die britische Zeitung zitiert einen anonymen Taliban-Schatzmeister, dem zufolge russische Geheimdienstmitarbeiter seit etwa 18 Monaten Flotten von Tankwagen über die Grenze mit Usbekistan schicken. „Die Russen geben uns das umsonst“, erklärte der Mann der „Times“ zufolge. „Wir zahlen nur die Importsteuern.“

          Der Treibstoff werde an Unternehmen der Taliban geliefert, die ihn „an „Geschäftsleute in Kabul“ verkauften. Ähnliche Vorwürfe erheben afghanische und amerikanische Generäle schon länger gegen Russland. Amerikanische Generäle werfen Moskau vor, den amerikanischen Einsatz in Afghanistan untergraben zu wollen. Die Taliban, die wieder weite Teile Afghanistans beherrschen, erklären dagegen, keine Hilfe aus Russland zu bekommen. Auch russische Politiker weisen die Vorwürfe zurück.

          Ein Taliban-Sprecher war nicht unmittelbar wegen des Zeitungsberichts erreichbar. In den 1980er Jahren hatten Vorläufer der Taliban auch mit Hilfe der Vereinigten Staaten und Saudi-Arabiens die sowjetischen Truppen aus Afghanistan vertrieben.

          Weitere Themen

          Kampagne gegen Biden

          Trump-Telefonat : Kampagne gegen Biden

          Donald Trump und seine Mitarbeiter setzten am Wochenende ihre Kampagne gegen Joe Biden und seinen Sohn fort. Sie wollen damit womöglich von einem eventuellen Amtsmissbrauch Trumps ablenken.

          Topmeldungen

          Vor UN-Klimagipfel : Jetzt muss endlich gehandelt werden

          Angela Merkel und ihre Regierung reisen mit einem Plan nach New York, mit dem sie nicht als Vorkämpfer fürs Klima zurückkehren werden. Nur guten Willen zeigen – das genügt nicht mehr. Die neuen Klimaberichte sind alarmierend.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.