https://www.faz.net/-gpf-9zwiq

Thüringer SPD-Chef : Tiefensee zieht sich aus der Politik zurück

  • Aktualisiert am

„Der richtige Zeitpunkt“: Wolfgang Tiefensee kündigt seinen Rückzug aus der Politik an. Bild: dpa

Thüringens Wirtschaftsminister ist 65. Zu alt, sagt er, um noch einmal sechs Jahre lang als Spitzenkandidat seine Partei ins Rennen zu führen.

          1 Min.

          Der Thüringer SPD-Vorsitzende Wolfgang Tiefensee zieht sich aus der Politik zurück. Er werde im November nicht noch einmal als Landesvorsitzender und auch nicht als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl im April antreten, erklärte Tiefensee nach einer Sitzung des Landesvorstands am Donnerstagabend in Erfurt. Für ein mögliches Ministeramt stehe er dann auch nicht mehr zur Verfügung. Tiefensee ist derzeit Wirtschaftsminister im rot-rot-grünen Kabinett von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

          „Jetzt ist nach meiner Überzeugung der richtige Zeitpunkt gekommen, mit genügend Abstand zum Parteitag und zur Landtagswahl die Weichen in unserer Partei neu zu stellen“, erklärte der 65 Jahre alte Politiker. Als Grund für seinen baldigen Rückzug verwies Tiefensee auf sein Alter. Er müsste als Spitzenkandidat mit dem Versprechen antreten, die ganze Legislatur in einer möglichen neuen Regierung zu arbeiten. Angesichts des Wahltermins im nächsten April „reicht diese Zeitspanne aber bis über meinen 71. Geburtstag“. „Das möchte ich meiner Partei und mir nicht zumuten“, fügte er hinzu.

          Tiefensee hat eine wechselvolle politische Karriere hinter sich. Der ausgebildete Diplomingenieur für Elektrotechnik fand zur Wende über die Bürgerbewegung in die Politik. Von 1998 bis 2005 war er Leipziger Oberbürgermeister und anschließend bis 2009 Bundesverkehrsminister. Seit Ende 2014 ist Tiefensee Wirtschaftsminister in der rot-rot-grünen Landesregierung. Seit mehr als zwei Jahren ist er auch Parteichef der Thüringer SPD.

          Weitere Themen

          Trumps Rundumschlag gegen Linke und Medien

          Am Unabhängigkeitstag : Trumps Rundumschlag gegen Linke und Medien

          Statt versöhnende Töne anzuschlagen und das Land in der Krise zu einen, holt der amerikanische Präsident am traditionell unpolitischen Nationalfeiertag zu einem Rundumschlag gegen Linke und Medien aus. Zum Umgang mit der Corona-Krise lobt sich Trump selbst.

          Merkel kondoliert Myanmars Regierungschefin Video-Seite öffnen

          Nach Erdrutsch : Merkel kondoliert Myanmars Regierungschefin

          Nach dem dramatischen Erdrutsch in Myanmar mit mehr als 160 Toten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) der myanmarischen De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi ihr Mitgefühl ausgesprochen. Den Verletzten wünschte sie eine schnelle Genesung.

          Altmaier rechnet mit neuem Wachstum bis Herbst

          Nach Corona-Abschwung : Altmaier rechnet mit neuem Wachstum bis Herbst

          Allerdings warnt der Bundeswirtschaftsminister vor den weitreichenden Folgen der Corona-Krise in den Vereinigten Staaten für die Weltwirtschaft. Er kritisiert die amerikanische Regierung unter anderem für das Aufkaufen des Medikaments Remdesivir.

          Topmeldungen

          Am Unabhängigkeitstag : Trumps Rundumschlag gegen Linke und Medien

          Statt versöhnende Töne anzuschlagen und das Land in der Krise zu einen, holt der amerikanische Präsident am traditionell unpolitischen Nationalfeiertag zu einem Rundumschlag gegen Linke und Medien aus. Zum Umgang mit der Corona-Krise lobt sich Trump selbst.
          Jubel in Rot und Blau: Der FC Bayern gewinnt den DFB-Pokal.

          Sieg im DFB-Pokalfinale : Der FC Bayern ist wieder nicht aufzuhalten

          Die Vitrine wird voll: In einem zeitweise spektakulären Endspiel bezwingen die Münchner Finalgegner Leverkusen und bejubeln ihren 20. DFB-Pokalsieg. Bayer vergibt eine Riesenchance, Torhüter Lukas Hradecky unterläuft ein kurioser Fehler.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.