Sonntagsfrage
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Allgemeine Infos über Sonntagsfrage

Die Sonntagsfrage "Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Wahl wäre?" ist das bekannteste Instrument der deutschen Meinungsforschungsinstitute, um die aktuellen Wahlabsichten der deutschen Bevölkerung herauszufinden.

Die Geschichte der Sonntagsfrage
Die Sonntagsfrage wird bereits seit den ersten Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland 1949 als Wahlinstrument genutzt. In der Regel wird die Sonntagsfrage nur einmal im Monat gestellt, ehe die Frequenz in den Monaten vor der Bundestagswahl erhöht wird. Die Meinungsforschungsinstitute Forsa, Infratest Dimap und Emnid führen ihre Umfragen telefonisch unter zufällig ausgewählten Rufnummern durch, während das Institut für Demoskopie Allensbach Teilnehmer persönlich befragt. Während Forsa und Infratest Dimap lediglich nach der präferierten Partei fragen, lesen die Mitarbeiter von Emnid und Allensbach eine Liste von möglichen Parteien vor, aus denen gewählt werden kann. Aktuell stehen CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne, Linke, AfD und NPD auf dieser Liste.

Neutralität der Sonntagsfrage umstritten
Immer wieder kommt es zu Kritik an der Sonntagsfrage aufgrund (scheinbar) mangelnder Neutralität. Im Wahlkampf 2013 warf die AfD (Alternative für Deutschland) den Meinungsforschern vor, sie würden die Sonntagsfrage zu ihren Ungunsten manipulieren und die AfD bewusst unter der Fünfprozenthürde darstellen. Die Vorwürfe wurden zurückgewiesen. In den 90er Jahren hatte das Allensbach Institut zugeben müssen, die Umfragewerte der rechtskonservativen Republikaner in Baden-Württemberg nach unten manipuliert zu haben, um der Partei keine Plattform zu bieten.

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