Kroatien feiert die Befreiung von der serbischen Besatzung vor 25 Jahren. Doch das EU-Land beging bei der Rückeroberung seiner Gebiete auch Verbrechen.
Die Aufarbeitung der Kriegsverbrechen im ehemailgen Jugoslawien ist offiziell beendet. Die Historiker fangen gerade erst an.
Kroatien feiert den zweiten Platz seiner Mannschaft bei der Fußball-WM. So erlebten die Gäste einer Kneipe in Zagreb das Finalspiel.
Vojislav Šešelj zu interviewen, einen der mutmaßlich schwersten Kriegsverbrecher des Jugoslawienkrieges, ist fast unmöglich. F.A.Z.-Korrespondent Michael Martens hat sich auf das Spiel mit dem alten Mann eingelassen. Das Gespräch im Wortlaut.
Offen hat der serbische Ministerpräsident Ivica Dačić schon eingestanden, dass das Kosovo für Serbien weitgehend verloren ist. Im Interview mit der F.A.Z. geht er noch einen Schritt weiter: Serben und Albaner könnten sich „leicht“ auf einen Gebietstausch einigen.
Der frühere Führer der Befreiungsarmee Kosovo Ramush Haradinaj steht wegen Folterverdachts vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal. Doch zahlreiche Zeugen wurden eingeschüchtert. Wer gegen Haradinaj aussagen könnte, will das nicht tun.
Mit seinen Jubelgesten gegen Nürnberg hat Bayern-Profi Mario Mandzukic für Irritationen gesorgt. Der Berater des Kroaten nimmt seinen Schützling gegenüber der F.A.Z. in Schutz. Der DFB hat den Spieler ermahnt.
Der ehemalige General Gotovina stand wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an der serbischen Bevölkerung vor dem Tribunal in Den Haag. Über seinen Freispruch ist Serbien empört.
Das Tribunal für Kriegsverbrechen hat Ante Gotovina, der elf Jahre lang verfolgt wurde, freigesprochen. Nun steht sein Kontrahent Ivo Sanader, einst gefeierter Politiker, in Kroatien vor Gericht.
Jahrelang stand Kroatien unter dem Verdacht, die nationalistischen Schlacken der Tudjman-Ära nicht restlos abgelegt zu haben. Diesen Vorwurf ist das Land nun los: Nach dem Freispruch von Gotovina und Markač jubelt ganz Kroatien.
Nach der Revision im Fall der kroatischen Generäle Gotovina und Markac kann die moralische Gleichsetzung der jugoslawischen Kriegsparteien nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Es ist ein historisches Urteil.
Der ehemalige kroatische General Gotovina wurde im Berufungsprozess in Den Haag freigesprochen. 2011 war er vom UN-Kriegsverbrechertribunal zu 24 Jahren Haft wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt worden.
Wer hat Radovan Karadzic und Ratko Mladic geschützt? Serbien will es herausfinden, der Welt mitteilen - und dann von der EU so behandelt werden wie Kroatien. Der serbische Präsident Boris Tadic im F.A.Z.-Gespräch über Kriegsverbrecher und die mögliche europäische Zukunft des Landes.
Der Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien hat in Den Haag gegen zwei kroatische Generäle harte Urteile verhängt: 24 Jahre Haft für Ante Gotovina, 18 Jahre für Mladen Markac. In Zagreb ist die Rede von einem Urteil gegen Kroatien.
Kein Kriegsverbrecherprozess hat die kroatische Öffentlichkeit so aufgewühlt wie dieser, der nun zu Ende geht: Am Freitag wird das Internationale Tribunal in Den Haag sein Urteil über die kroatischen Generäle Ante Gotovina, Mladen Markac und Ivan Cermak bekanntgeben.
Der Gotovina-Prozess erschüttert Kroatiens Selbstverständnis: Den Angeklagten werden schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen, die sie 1995 im Zuge eines „gemeinsamen kriminellen Unternehmens“ an der serbischen Zivilbevölkerung begangen haben sollen.
Er wirkt wie eine Kreuzung aus Heino und Bruce Springsteen, und er wird verehrt wie eine Lichtgestalt. Doch Marko Perkovic, Star des kroatischen Turbo-Folks, leiht einem trüben Nationalismus seine Stimme.
Slobodan Milosevic ist tot, aber der Geist spuckt immer noch herum. Seine Partei, die SPS, ist sich derweilen unsicher, ob sie einen Mythos um den Serben-Führer aufbauen oder sich die erkämpften Privilegien sichern soll.
Bei seiner ersten Anhörung vor dem internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat sich der kroatische General Ante Gotovina in allen sieben Punkten der Anklage für „nicht schuldig“ erklärt.
Spanien hat den mutmaßlichen kroatischen Kriegsverbrecher Ante Gotovina an das Haager UN-Tribunal ausgeliefert. Ab Montag muß er sich dort unter anderem für die Vertreibung von 150.000 Menschen aus ihrer Heimat verantworten.
Während die spanischen Justizbehörden die „unverzügliche“ Auslieferung des kroatischen Generals Ante Gotovina an das internationale Kriegsverbrechertribunal in Den Haag vorbereiten, wird in Zagreb gegen die Verhaftung eines „Nationalhelden“ protestiert.
Vom Fremdenlegionär zum Juwelendieb zum Anführer einer skrupellosen kroatischen Militäreinheit: Die kriminelle Karriere des nun verhafteten Generals Ante Gotovina.
Wußte Carla Del Ponte schon, als sie der EU am 3. Oktober einen positiven Bericht über die Zusammenarbeit Kroatiens mit dem Haager Kriegsverbrechertribunal vorlegte, daß sich der Ring um den flüchtigen mutmaßlichen Kriegsverbrecher Ante Gotovina zu schließen begann?
Die spanische Polizei hat den kroatischen General Ante Gotovina, einen der meistgesuchten mutmaßlichen Kriegsverbrecher auf dem Balkan, auf Teneriffa festgenommen. Laut Chefanklägerin Carla del Ponte muß er sich vor dem UN-Tribunal in Den Haag für den Tod von 150 Serben und die Vertreibung von 150.000 Menschen verantworten.
Kroatien ist erleichtert über die Aufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen. Die Chefanklägerin des internationalen Kriegsverbrechertribunals Del Ponte hatte die Verhandlungen im März scheitern lassen. Von ihrem kritischen Urteil rückte sie nun überraschend ab.
Die Aufnahme der Beitrittsgespräche mit der Europäischen Union wertet die kroatische Regierung als großen Tag für ihr Land. Kroatische Euro-Anleihen können aber kaum von der guten Nachricht profitieren.
Das durch das Nein der Franzosen und der Niederländer zum europäischen Verfassungsvertrag ausgelöste europäische Stimmungstief scheint sich auch auf die Länder im Osten, Südosten und in der Mitte des alten Kontinents ausgedehnt zu haben.
Die Chefanklägerin des Haager Tribunals, del Ponte, hat Zagreb abermals vorgeworfen, „nicht uneingeschränkt“ mit dem Internationalen Strafgerichtshof zusammenzuarbeiten. Der flüchtige frühere General Gotovina befinde sich „in Reichweite der Behörden“.
Die Europäische Union hat die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Kroatien auf unbestimmte Zeit verschoben. Erst müsse die Regierung in Zagreb uneingeschränkt mit dem UN-Tribunal in Den Haag zusammenarbeiten.
Am Donnerstag sollten eigentlich die Verhandlungen zwischen der EU und Kroatien über den Beitritt des Balkan-Landes beginnen. Doch weil der mutmaßliche Kriegsverbrecher Ante Gotovina sich in Den Haag nicht stellt, wird daraus nichts.
Großbritannien und der Fall des flüchtigen kroatischen Generals Gotovina: Die Regierung will den ehemaligen Soldaten nicht nur wegen seiner Menschenrechtsverletzungen vor dem Gerichtshof in Den Haag sehen. Eine neue Spur führt ausgerechnet nach Irland.
Offiziell unterstützt Frankreich die EU dabei, Kriegsverbrecher des Balkans vor das Tribunal in Den Haag zu bringen. Doch im Fall des flüchtigen früheren Generals Gotovina hüllt sich die französische Diplomatie in merkwürdiges Schweigen.
Die Chefanklägerin beim UN-Tribunal in Den Haag erhebt nach Informationen der F.A.Z. schwere Vorwürfe gegen die Regierung in Zagreb. Der als Kriegsverbrecher gesuchte General Gotovina werde gedeckt. Der Beginn der Verhandlungen zum EU-Beitritt ist gefährdet.
kps. Hält sich der flüchtige mutmaßliche Kriegsverbrecher Ante Gotovina in Kroatien auf oder zumindest "in Reichweite" der kroatischen Behörden, wo immer das sein mag? Carla Del Ponte, die Chefanklägerin des Kriegsverbrechertribunals ...
Die Europäische Union stellt Zagreb in der Affäre um den flüchtigen mutmaßlichen Kriegsverbrecher Ante Gotovina vor ein Dilemma: Sollte es den kroatischen Behörden nicht gelingen, den Mann in den nächsten Wochen festzunehmen und ...