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Terrormiliz Al-Shabaab : Somalia setzt Kopfgeld auf Islamistenführer aus

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Trauermarsch für den durch den IS enthaupteten Franzosen Hervé Gourdel: Ziel der Al-Shabaab-Miliz ist ebenfalls die Errichtung eines islamischen Staates. Bild: dpa

Auf den neuen Anführer der radikal-islamischen Al-Shabaab hat die somalische Regierung ein Millionen-Kopfgeld ausgesetzt. Unterdessen wurde mit der Steinigung einer Frau die jüngste Schreckenstat der Terrormiliz bekannt.

          Die Regierung in Somalia hat ein Kopfgeld von zwei Millionen Dollar (1,57 Millionen Euro) auf den neuen Anführer der radikal-islamischen Terrormiliz Al-Shabaab ausgesetzt. Die Belohnung werde für Informationen gezahlt, die zur Festnahme von Ahmed Umar alias Abu Ubaida führen, teilte der nationale Sicherheitsdienst am Samstag in Mogadischu mit.

          Umar war Anfang September zum Nachfolger des Milizchefs Ahmed Abdi Godane bestimmt worden, der kurz zuvor bei einem gezielten Luftschlag der Vereinigten Staaten getötet wurde.

          Den Gewalttaten der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündeten Miliz sind in Somalia bereits tausende Menschen zum Opfer gefallen. In den von der Al-Shabaab kontrollierten zentralen und südlichen Landesteilen Somalias legt die Miliz die islamische Rechtsprechung Scharia äußerst brutal aus, wozu immer wieder öffentliche Hinrichtungen und Amputationen gehören.

          So wurde etwa am Samstag bekannt, dass die Miliz am Freitag eine Mutter von drei Kindern wegen Ehebruchs gesteinigt hatte. Die 33-Jährige habe sich schuldig bekannt und sich bereiterklärt, auf
          diese Weise zu sterben, um die Vergebung Allahs zu erlangen, teilte daraufhin ein namentlich nicht genannter „Richter“ der Al-Shabaab auf der Internetseite der Miliz mit. Laut Augenzeugen wurde die Frau bis zu den Schultern eingegraben, dann bewarfen maskierte Al-Shabaab-Kämpfer und mehrere männliche Zivilisten ihren Kopf mit Steinen bis sie tot war. Die Tat habe in der Ortschaft Barawe rund 180 Kilometer südlich der Hauptstadt Mogadischu stattgefunden.

          Im Nachbarland Kenia hatten Kämpfer der Islamistenmiliz vor gut einem Jahr ein Einkaufszentrum in Nairobi gestürmt und 67 Menschen umgebracht. Und auch im Nachbarland Kenia, das die somalische Regierung militärisch unterstützt, hat Al-Shabaab mehrfach Anschläge mit vielen Toten verübt.

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