https://www.faz.net/-gpf-3phv

Terroristenführer : Abu Nidal tot aufgefunden

  • Aktualisiert am

Abu Nidal, der Führer des Fatah-Revolutionsrats, hat angeblich Selbstmord begangen Bild: dpa

Mord oder Selbstmord? Der palästinensische Terrorist Abu Nidal wurde tot in seiner Wohnung in Bagdad aufgefunden.

          1 Min.

          Abu Nidal, ein führender palästinensischer Untergrundkämpfer und Rivale von Palästinenserchef Jassir Arafat, ist nach palästinensischen Angaben tot in einer Wohnung in Bagdad gefunden worden. Abu Nidal ist für zahlreiche Terroranschläge verantwortlich. Offiziell ist der Tod indes noch nicht bestätigt worden.

          Zwei ranghohe Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde erklärten am Montag in Ramallah, Nidals Leiche sei am Freitag entdeckt worden. Er habe offenbar mehrere Schussverletzungen erlitten und vermutlich Selbstmord begangen.

          Mord nicht ausgeschlossen

          Einzelheiten über den Tod des 1937 in Jaffa geborenen Untergrundkämpfer wurden zunächst nicht bekannt. Auch der arabische TV-Sender Al Dschazira berichtete unter Berufung auf „gut informierte palästinensische Quellen“ vom Tod Abu Nidals in Bagdad. Es sei aber nicht auszuschließen, dass er ermordet worden sei, hieß es.

          Washington nahm die Nachricht beifällig auf. Dass der 65-Jährige in Bagdad gestorben sei, unterstreiche die Unterstützung des internationalen Terrorismus durch den Irak, sagte Außenamtssprecher Philip Reeker in Washington. „Abu Nidal ist ein feiger, abscheulicher Terrorist, und die Welt wäre gewiss ein besserer Platz ohne Leute wie ihn.“

          Sabri el Bana, der unter seinem Kampfnamen Abu Nidal bekannt war, war der Chef der Bewegung Fatah/Revolutionsrat. Diese hatte mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO von Arafat im Jahre 1974 wegen dessen moderater Politik gebrochen. Abu Nidal soll 1998 angeblich in Ägypten festgenommen und an einem geheimen Ort unter Arrest gestellt worden sein. Amerikanische Terrorismus-Experten meinten 1999, er lebe im Irak unter dem Schutz von Präsident Saddam Hussein.

          Weitere Themen

          „Die Politik ist gegen uns“ Video-Seite öffnen

          „Bauerndemo“ in München : „Die Politik ist gegen uns“

          In München und Bonn gingen mehrere Tausend Beschäftigte aus der Landwirtschaft auf die Straße, um sich Gehör zu verschaffen. Tausende Landwirte appellierten mit Demonstrationen an Verbraucher und Politik, um positiver wahrgenommen und besser unterstützt zu werden.

          Trudeaus zweite Chance

          Nach der Wahl in Kanada : Trudeaus zweite Chance

          Der Premierminister geht geschwächt aus der Parlamentswahl in Kanada hervor: In konservativen Hochburgen holte Trudeaus Partei nicht einen einzigen Sitz – die politische Landkarte offenbart tiefe Risse.

          Topmeldungen

          Kurze und höchst umstrittene Amtszeit: Stefan Jagsch spricht vor dem Gemeinschaftshaus in Altenstadt-Waldsiedlung.

          Nur einen Monat im Amt : NPD-Ortsvorsteher nach Eklat abgewählt

          Die Wahl eines NPD-Parteimitglieds zum Ortsvorsteher im hessischen Ort Altenstadt hatte bundesweit für Empörung gesorgt. Nun wurde Stefan Jagsch wieder abgewählt. Er fechtet die Entscheidung an – und versammelt einige Unterstützer hinter sich.

          Champions League im Liveticker : 1:0 für Olympiakos

          Der FC Bayern dominiert zwar das Champions-League-Spiel bei Olympiakos, doch das erste Tor erzielt El-Arabi mit der ersten Torchance für Piräus. Verfolgen Sie die Partie im Liveticker.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.