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Terrorakte Einzelner : Albtraum für die Sicherheitsbehörden

Einzelgänger, die sich selbst radikalisiert haben, sind der Albtraum der Sicherheitsbehörden. Denn selbst wenn ihnen die Täter bekannt sind, ist es unmöglich, so viele Gefährder rund um die Uhr im Auge zu behalten.

          Vor Jahren schon hatten Antiterrorfachleute zu bedenken gegeben, eine straff geführte Terrororganisation sei womöglich erfolgreicher zu bekämpfen als unabhängig voneinander operierende Zellen. Das Massaker in Orlando und der Doppelmord bei Paris fügen dem eine weitere Facette hinzu.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Einzelgänger, die sich selbst radikalisiert haben oder dschihadistisch indoktriniert wurden, oft kriminell oder auf andere Art aufgefallen sind, entscheiden sich von einem auf den anderen Tag, zum Mörder zu werden. Das ist der Albtraum der Sicherheitsbehörden. Denn selbst wenn denen die Täter bekannt sind – weil die, eben, als Islamisten aufgefallen sind oder sogar wegen Unterstützung terroristischer Vereinigungen in Haft waren –, so ist es unmöglich, diese Leute rund um die Uhr im Auge zu behalten. Tausende sind Gefährder – wie viele sind potentielle Mörder?

          Das bedeutet: Diese Gefahr kann nicht vollends gebannt werden. Und: Das gesellschaftliche Klima wird immer ungemütlicher. Der Mörder von Orlando war Amerikaner afghanischer, der Mörder aus dem Pariser Umland war Franzose marokkanischer Herkunft.

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