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Terror in Spanien : Falsche Sicherheit

Es wäre schlimm, wenn wir es in Spanien mit einem neuen Radikalisierungsmuster der Terroristen zu tun hätten. Es wäre noch schlimmer, sollten die Sicherheitskräfte die Öffentlichkeit in falscher Sicherheit wiegen.

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          Am Montagabend war sich die katalanische Polizei nach der Erschießung des letzten noch flüchtigen Terroristen von Barcelona sicher, die immerhin zwölf Mann starke Terrorzelle sei zerschlagen. Am Dienstagmorgen hieß es, der Mann habe während seiner dreitägigen Flucht wohl auf Unterstützer zählen können. Welche Überraschung für die angeblich im Kampf gegen Etarras und Dschihadisten gestählten Sicherheitskräfte!

          Doch damit nicht genug. Dass ein wegen Rauschgifthandels mehrere Jahre einsitzender Marokkaner in einer Kleinstadt als Imam auftritt und bis dahin unauffälligen jungen Männern den Kopf so verdreht, dass sie zu Mördern werden, will niemand mitbekommen haben; nicht die Eltern, nicht die Freunde und auch nicht die Sicherheitskräfte. Dass der Mann sich daher ungehindert und auch unbeobachtet zwischen Marokko und Brüssel bewegen konnte, macht die Geschichte noch brisanter.

          Es wäre schlimm, wenn wir es mit einem neuen Radikalisierungsmuster zu tun hätten. Es wäre noch schlimmer, sollten die Sicherheitskräfte die Öffentlichkeit in falscher Sicherheit wiegen.

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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