https://www.faz.net/-gpf-96qu0

Ende der Gewalt gefordert : Tausende protestieren gegen türkischen Militäreinsatz

  • Aktualisiert am

Bereits vor einer Woche protestierten in Köln Teilnehmer einer Kurden-Demo gegen die türkische Militäroffensive. Bild: dpa

Seit zwei Wochen geht die türkische Armee in Nordsyrien gegen die Kurdenmiliz vor. In vielen deutschen Städten gehen wieder Demonstranten auf die Straße. Allein in Stuttgart kommen 5000 zusammen.

          1 Min.

          Tausende Menschen haben am Samstag in vielen deutschen Großstädten und auch in Frankreich gegen die türkische Militäroffensive in Syrien demonstriert. Allein in Stuttgart sprach die Polizei von 5000 Teilnehmern, darunter waren viele Kurden. In Hamburg waren es demnach 1700 Menschen. Dort hatten kurdische, türkische und deutsche Organisationen zu dem Protest aufgerufen und ein Ende der Gewalt und die Einstellung deutscher Rüstungsexporte an die Türkei gefordert.

          In Frankreich hatten Kurden ebenfalls in mehreren Städten zu Demonstrationen gegen die türkische Offensive aufgerufen. Allein in Straßburg und Paris gingen Medienberichten zufolge mehrere Tausend Menschen auf die Straße.

          In Hannover meldete die Polizei rund 1200 Menschen bei den Protesten. Demonstriert wurde auch in München, Göttingen, Lingen und Oldenburg. Von Störungen war zunächst nichts bekannt, wie die zuständigen Polizeistationen gleichlautend mitteilten.

          In Bonn gingen 2000 Menschen auf die Straße. Dort seien vereinzelt Teilnehmer mit Fahnen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK oder der Partei nahestehenden Organisationen angetroffen worden, so die Polizei. Vor einer Woche hatten Einsatzkräfte in Köln eine Kurden-Demo mit mehr als 20.000 Menschen wegen „massiver und fortlaufender Verstöße gegen das Versammlungsgesetz“ aufgelöst.

          Die türkische Armee geht seit rund zwei Wochen in Nordsyrien gegen die Kurdenmiliz YPG vor, die große Gebiete entlang der syrisch-türkischen Grenze kontrolliert. Die Türkei bezeichnet die YPG als „Terroristen“ und sieht sie als verlängerten PKK-Arm an.

          Lesen Sie mehr zur türkischen Militäroffensive in Syrien bei F.A.Z. Plus.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          8:2-Gala gegen FC Barcelona : Alle Achtung, FC Bayern!

          Die Münchner demütigen den einst so großen FC Barcelona mit Lionel Messi im Viertelfinale der Champions League. Das 8:2 erinnert an das deutsche 7:1 im WM-Halbfinale 2014. Doch für den FC Bayern hat die Sache nicht nur einen Haken.
          43:56

          Digitec-Podcast : Kampf um Tiktok

          Präsident Trump droht mit Verbannung, Microsoft verhandelt eine Übernahme: Was aus der besonders unter Jugendlichen beliebten App wird, diskutieren wir mit Tiktok-Fachmann Adil Sbai.
          Ein Sieg wäre ihm lieber: Mick Schumacher am vergangenen Wochenende in Silverstone

          Zukunft der Formel 1 : Mick Schumacher und die deutsche Frage

          Sebastian Vettel? Nico Hülkenberg? Deren Zukunft ist unsicher. Mick Schumacher könnte 2021 der einzige deutsche Pilot in der Formel 1 werden. Doch so leicht ist das nicht für den Weltmeister-Sohn.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.