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Taliban : Neue Drohung gegen Deutschland

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17. Januar: Afghanische Soldaten sperren nach einem Anschlag die Zufahrt zur deutschen Botschaft in Kabul. Bild:

Die Taliban haben eine neue Drohung gegen Deutschland veröffentlicht. In einem auf arabisch verfassten Schreiben wird der Selbstmordangriff auf die deutsche Botschaft in Kabul vom Januar als „Strafe und Warnung“ für die Deutschen bezeichnet.

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          Die radikal-islamischen afghanischen Taliban haben eine neue Drohung gegen Deutschland veröffentlicht. In einem auf arabisch verfassten Schreiben „an das deutsche Volk und an seine mit Amerika verbündete Regierung“, das am Montag im Internet veröffentlicht wurde, wird der Selbstmordangriff auf die deutsche Botschaft in Kabul vom Januar als „Strafe und Warnung“ für die Deutschen bezeichnet.

          Die Bundesregierung sei „schuldig am Tod von Frauen, Jugendlichen und Kindern“. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte am Samstag, das Schreiben werde derzeit in Berlin von Sicherheitsfachleuten ausgewertet. Eine Drohung gegen konkrete Ziele werde nicht ausgesprochen.

          Schreiben als authentisch eingestuft

          In den vergangenen Wochen waren wiederholt Drohvideos gegen Deutschland ins Internet gestellt worden, die sich gegen den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan richteten. Nach einem Bericht des Magazins „Focus“ wird das neue Schreiben als authentisch eingestuft. Als Indiz für die Echtheit werteten die Staatsschutz-Spezialisten unter anderem, dass der offene Brief in dem offiziellen Internetmagazin der Taliban namens „Al Somood“ erschienen sei.

          Bei dem Selbstmordanschlag in Kabul waren am 17. Januar vier afghanische Zivilisten und ein amerikanischer Soldat getötet worden. Afghanische Sicherheitskräfte hatten am Dienstag erklärt, sie hätten eine Extremistengruppe ausgehoben, die unter anderem für dieses Attentat verantwortlich sei. Die 17 Mitglieder der Gruppe seien wenige Tage nach dem Anschlag in der Hauptstadt Kabul festgenommen worden. Die Festgenommenen hätten ausgesagt, dass alle Täter Pakistaner seien, die im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet ausgebildet wurden.

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