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Syrischer Bürgerkrieg : Luftangriff auf Kinderkrankenhaus

  • Aktualisiert am

Bewohner und Rettungskräfte der syrischen Provinz Idlib bergen in Sardana ein Opfer des Luftschlags vom 8. Juni. Bild: AFP

Dutzende Menschen werden Opfer eines Bombardements der letzten Rebellenhochburg - darunter auch Kinder. UN-Generalsekretär Guterres schlägt Alarm.

          Bei Bombardements in der syrischen Provinz Idlib wurde am Wochenende offenbar ein Kinderkrankenhaus getroffen. Das berichtet die rebellennahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte unter Berufung auf Augenzeugen. Eine Quelle bei der privaten Zivilschutzorganisation Syrischen Zivilschutz bestätigte den Angriff in dem Ort Taftanas der Deutschen Presse-Agentur. In der Klinik seien sechs Menschen getötet worden, unter ihnen drei Kinder. Helfer arbeiteten daran, die Trümmerteile zu beseitigen.

          Insgesamt sollen bei dem Bombardement den Menschenrechtlern mindestens elf Menschen getötet und 29 weitere verletzt worden sein, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Vereinten Nationen bestätigten am Montag in Genf den Angriff, sprachen indes von „dutzenden“ Getöteten, darunter auch Kindern. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte das Bombardement und forderte eine gründliche Untersuchung der Attacke, für die mutmaßlich die Luftwaffe des Assad-Regimes verantwortlich sei.

          Es müsse ermittelt werden, ob eine zweite Angriffswelle auf Hilfskräfte gezielt habe, die Opfer der ersten Angriffswelle bergen und behandeln wollten, erklärte der Generalsekretär. Der UN-Hilfskoordinator für die Syrienkrise, Panos Moumtzis, rief die Konfliktparteien auf, ein großes Blutbad in Idlib mit seinen rund 2,5 Millionen Menschen zu verhindern. Für die Region müsse eine politische Lösung gefunden werden.

          Bei Idlib handelt es sich laut den Vereinten Nationen um eines der letzten noch in Rebellenhand befindlichen Gebiete in Syrien. Schätzungen zufolge halten sich dort 100 000 Kämpfer verschiedener Rebellengruppen und Terrormilizen auf.

          Syriens Präsident Baschar al Assad hat mehrfach angekündigt, dass er alle Regionen seines Landes wieder unter seine Kontrolle bringen wolle. Rund 60 Prozent der Menschen in Idlib sind laut den UN aus anderen Kampfgebieten Syriens geflohen.

          Das Assad-Regime konnte in den vergangenen Jahren mit militärischer Hilfe Russlands und Irans große Teile Syriens von Rebellen, Aufständischen und Terrorgruppen zurückerobern. Seit Beginn des Konflikts 2011 wurden Hunderttausende Menschen getötet. Fast zwölf Millionen Kinder, Frauen und Männer sind innerhalb und außerhalb des arabischen Landes auf der Flucht.

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